The Memorial on the Sixth Census

1844 · Statistical Protest Pamphlet · Werk 688 von 1.871

The Memorial on the Sixth Census, 1844, Statistical Protest Pamphlet

A thin stitched pamphlet of 1844 lying closed on top of a massive folio volume on a table covered in green baize in a committee room of the legislature building in Washington in December, the pamphlet an octavo of only eighteen pages, in a plain pale paper wrapper, soft in focus, the folio beneath it many times larger and about eight centimetres thick, bound in pale tan sheepskin with one red and one black leather panel on the spine, the panels showing only dull gilt lines, a brass oil lamp burning beside them, mahogany armchairs pushed back from the table, tall sash windows, grey winter daylight from the left.

Wofür es benutzt wurde
Die Eingabe, das Memorial, der American Statistical Association bat den Kongress, die Fehler der sechsten amerikanischen Volkszählung zu berichtigen. Sie wurde dem Senat am 10. Dezember 1844 vorgelegt und am 11. Dezember zum Druck gegeben, als S. Doc. 28-5 des 28. Kongresses, zweite Sitzungsperiode. Anlass war eine neue Rubrik der Zählung von 1840: insane and idiots, Geisteskranke und Schwachsinnige. Der Arzt und Statistiker Edward Jarvis hatte die Rückläufe nachgerechnet. In Worcester, Massachusetts, fand er alle 133 weißen Insassen der Nervenheilanstalt als Schwarze verbucht, und reihenweise Orte, in denen mehr geisteskranke Schwarze standen als Schwarze überhaupt. Er vermutete, die Zahlen seien in die falschen Spalten geraten.
Was daran neu war
Neu war, wer hier gegen wen rechnete: Eine Fachgesellschaft prüfte die Zahlen der eigenen Regierung nach und verlangte förmlich ihre Berichtigung. Nötig war das, weil die Zahlen längst politisch benutzt wurden. Der Southern Literary Messenger rechnete 1843 aus ihnen vor, in den freien Staaten sei einer von 143 Schwarzen geisteskrank, in Neuengland einer von 34, im Süden aber nur einer von 1.605 — die Freiheit, so die Folgerung, schade ihnen. Außenminister John C. Calhoun berief sich im April 1844 in einem Brief an den britischen Gesandten Richard Pakenham auf die Zählung, um zu begründen, die Sklavenbefreiung habe die Lage der Schwarzen verschlechtert. John Quincy Adams brachte die Fehler mehrfach im Repräsentantenhaus zur Sprache. Der Widerhaken: Berichtigt wurde kaum etwas. Calhoun ließ den früheren Zählungsleiter William A. Weaver prüfen, dessen Bericht vom Januar 1845 Jarvis in elf Fällen Lesefehler nachwies und das Übrige meist mit Wanderern und Landstreichern erklärte.

Was die Quellen offenlassen: Das Memorial selbst wurde nicht im Volltext eingesehen; Titel, Nummer und Daten stammen aus dem Katalogeintrag von GovInfo. Die Zahlen zur Geisteskrankheit sind die Rechnung des Southern Literary Messenger aus den Zählungsdaten, nicht Angaben der Zählung selbst. Dass sich kaum etwas berichtigen ließ, schreibt die Library of Virginia.

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