The Seaton Tabulating Device

1872 · Roller Tallying Frame · Werk 691 von 1.871

The Seaton Tabulating Device, 1872, Roller Tallying Frame

A wooden tallying device of 1872 standing on a long table in a hall of a government statistics office in Washington, an upright box of varnished grained wood about seventy centimetres on each side with a closed side wall and an open front, in the open front horizontal wooden rollers at several heights, a dense row at the top and more below, broad sheets of paper running over the rollers so that narrow strips of many sheets stand close together, the sheets a tight grid of ruled lines with bundles of pencil strokes, along the top edge of the side wall a row of small round brass knobs, low on the side wall two iron cranks with cross handles and a slanting rod between them, a clerk in shirtsleeves and waistcoat seen from behind with a pencil over the paper, daylight from tall windows.

Wofür es benutzt wurde
Charles W. Seaton war Oberschreiber des amerikanischen Census Office und erfand 1872 eine Vorrichtung, die das Auszählen der Zählungsbögen erleichtern sollte. Vorher strichen Schreiber alles von Hand ab: Seit 1850 standen auf den Bögen einzelne Personen statt Haushalte, und die Schreiber führten immer verwickeltere Strichlisten mit laufenden Summen je Zählbezirk und Merkmal. Seatons Gerät hielt die Zeilen dieser großen Listen getrennt und geordnet; nach der Darstellung in Computing Before Computers erlaubte die einfache Vorrichtung, mehrere auf eine Papierbahn gesetzte Strichlisten bequem nebeneinander zu bringen. Das Census Office kaufte sie und zählte damit die Zählung von 1870 fertig. Seaton wurde später Leiter der Zählung von 1880, bei der das Gerät wieder zum Einsatz kam.
Was daran neu war
Neu war wenig, und das ist der Punkt: Das Gerät rechnete nicht, es ordnete nur das Papier. Das Census Bureau selbst nennt es rückblickend eine rudimentäre Zählhilfe. Der Widerhaken steckt in der Wirkung: Die Auszählung der Zählung von 1880 dauerte trotz des Geräts fast das ganze Jahrzehnt. Genau diese Verzögerung führte 1889 zum Wettbewerb um ein Verfahren für die Zählung von 1890, den Herman Holleriths Lochkartenmaschine gewann. Das Census Bureau begründet den Umstieg ausdrücklich mit den Verzögerungen durch Handzählung und die rudimentären Zählmaschinen von 1880.

Was die Quellen offenlassen: Eine weitere Seite des Census Bureau (Tabulation and Processing) nennt Seaton erst ab 1880 Oberschreiber und 1887 als Ende der Auszählung von 1880. Ein Patent nennt keine Quelle. Zur Dauer der Auszählung von 1880 nennen die Quellen etwa sieben Jahre (Computing Before Computers) und fast ein Jahrzehnt (Census Bureau). Eine ältere Seite des Bureau unter census.gov/history/www/ war ohne Freigabe nicht abrufbar.

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