1884 · Hand-Lever Cancelling Machine · Werk 725 von 1.871
A hand-lever cancelling machine of 1884 on a long oak table in the departure office of the post in Paris, a flat black-painted wooden base board seventy-three centimetres long, on its right a splayed iron foot from which a black swan-necked iron arm swings in a high arc to the left, forty-three centimetres tall, at the end of the arm a jointed linkage of bright steel and brass levers carrying the round marking head, its face turned down, one hand in a dark sleeve on the lever, the other sliding a plain envelope under the head, seen edge-on, open sacks of coarse linen behind, a gas lamp with a milk-glass globe above.
Wofür es benutzt wurde
Eine von Hand bediente Stempelmaschine in französischen Postämtern. Der Beamte legte Brief für Brief ein und betätigte einen Gelenkarm, der 2 Tagesstempel trug: der eine entwertete die Briefmarke, der andere setzte ein lesbares Datum. Ein Kippmechanismus färbte die beiden Kupferstempel bei jedem Hochgehen selbsttätig neu ein. Nach multicollection.fr stieg die Leistung der Postbeamten damit von 1.000 auf 3.000 Briefe je Stunde. Die erste Maschine ging am 5. Juni 1884 im Pariser Hauptpostamt in Dienst.
Was daran neu war
Neu war nicht der Doppelabschlag - seit März 1876 mussten Postbeamte jeden Brief mit 2 Tagesstempeln versehen -, sondern dass Entwertung und lesbares Datum in einen Zug fielen und doch getrennte Stempel blieben, weshalb Daguin-Abschläge als Paar auftreten. Das Patent Nummer 143 668 meldete Daguin am 12. September 1881 an. Der Widerhaken ist die Dauer. Eugène Daguin starb 1888 mit 39 Jahren, 4 Jahre nach dem Dienstbeginn seiner Maschine. Die Maschine blieb: multicollection.fr schreibt, sie sei bis 1967 im Dienst geblieben, und nennt eine der letzten bekannten Daguin-Maschinen im Amt L'Epine im Departement Marne, deren letzter nachgewiesener Abschlag vom 28. Juli 1967 stammt. Das sind 83 Jahre für ein handbedientes Gerät.
Was die Quellen offenlassen: philatelie-pour-tous.fr ist nicht mehr erreichbar und stützte sich auf Wikipedia; Angaben nur von dort (Provinzämter Ende September 1884, 500 Maschinen 1930, Patent im Juni 1881) sind nicht übernommen.