The Home Savings Box

1904 · Locked Steel Savings Box · Werk 729 von 1.871

The Home Savings Box, 1904, Locked Steel Savings Box

A small home savings box of 1904 on the oilcloth of a kitchen table in a miner's kitchen in the Ruhr coalfield, a squat box of thick sheet steel on an oval ground plan, nine centimetres wide, five deep and nine and a half high, enamelled black, the enamel chipped showing rust-brown metal, a flat riveted lid with two short posts carrying a round wire bail, facing the lens the rounded narrow end with a horizontal coin slot, a child's hand in a blue cotton sleeve pushing a coin seen edge-on into the slot, beside it a white enamel mug, daylight from a window on the left, a black coal range behind.

Wofür es benutzt wurde
Die Heimspardose war eine verschlossene Blech- oder Messingdose, die eine Sparkasse an Kleinsparer verlieh. Sie blieb Eigentum der Sparkasse, trug eine eingeschlagene Nummer, und nur die Kassierer hatten den passenden Schlüssel; bewegliche Kugeln im Einwurfschlitz verhinderten, dass man das Geld wieder herausschüttelte. Der Bote kam ins Haus, öffnete die Dose und schrieb den Inhalt dem Sparbuch zu; vor dem Ersten Weltkrieg bekam er dafür 3 Pfennig je Wochenbesuch und 15 Pfennig für einen neuen Kunden. Die Kreissparkasse Köln nennt Dienstboten, Fabrikarbeiter und Tagelöhner unter den regelmäßigen Sparern, die Sparprämien erhielten, für Dresden 1908 rund 4.500 verliehene Dosen, 5.200 Leerungen und 133.000 Mark - etwa 26 Mark je Dose.
Was daran neu war
Neu war nicht das Sparen zu Hause, sondern dass die Kasse den Schlüssel behielt: Der Sparer konnte einzahlen, aber nicht entnehmen. Wer das zuerst tat, ist strittig. Das Sparkassengeschichtsblog datiert das Heimsparkassenprinzip nach Pohl (2005) "seit 1904" im deutschen Kleinsparwesen und führt es auf den amerikanischen Bankier Walter Francis Burns in den 1890er Jahren zurück; die Kreissparkasse Köln nennt denselben Namen nur als "Burns" um 1890 und daneben den dänischen Erfinder Jacob Christian Ellehammer, der um 1900 für eine dänische Bank ein Messingmodell entworfen haben soll - Honorar 3.000 Kronen, Gewicht über 1 Kilogramm. Der Preis des Zwangs war Verwaltung: Um 1910 kursierten in Deutschland mehr als 50 Modelle; später gab man die Dosen ohne Pfand heraus, weil die Verwaltung zu teuer geworden war.

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