1931 · Keyboard Letter Sorting Machine · Werk 738 von 1.871
A letter sorting machine of 1931 in a top-lit hall of the main post office in Rotterdam, a two-storey structure of grey painted sheet steel, on its upper gallery behind a tubular railing five operator places in a row, each with a long sloping feed trough holding envelopes standing on edge, a small keyboard sunk into the desk, its small round key tops seen at a slant as pale dots, a black enamel shaded lamp and a revolving stool, below the gallery a long wall of tall narrow open receptacles in five tiers, a postal clerk in sleeve protectors seen from behind at the middle place, daylight from the skylight.
Wofür es benutzt wurde
Die Transorma war eine Briefsortiermaschine für Postämter; den Namen bildeten Transporting, Sorting und die Namen ihrer Urheber, Chefingenieur Marchand und Professor Andriessen in Delft. Der Prototyp entstand bei N.V. de Pletterij vh. L. I. Enthoven & Co in Delft, die Serie baute Werkspoor in Utrecht; die erste Maschine wurde 1931 in Rotterdam aufgestellt. Jeder Bediener tippte zu jedem Brief einen gelernten Code, die Maschine trug ihn in ein Fach und druckte dabei eine Buchstabenkombination auf den Umschlag; jedem Maschinenstandort war eine Reihe zugewiesen, Utrecht etwa AA bis BL. Nach Angaben der Great Britain Philatelic Society begann die britische Post 1935 in Brighton mit automatischer Sortierung "using a Dutch TRANSORMA machine".
Was daran neu war
Neu war die Trennung von Lesen und Tragen: Der Mensch entschied, die Maschine transportierte. Der niederländische Fachbeitrag nennt 3.000 Briefe pro Stunde gegenüber bis zu 1.800 bei Handsortierung; das Smithsonian National Postal Museum beschreibt eine 1957 in einem US-Postamt erprobte Transorma mit 5 Bedienplätzen, 300 Trennungen und 15.000 Briefen, Karten und Zirkularen pro Stunde - etwa das Doppelte dessen, was dieselbe Zahl von Angestellten von Hand schaffte. Der Widerhaken: Die Maschine nahm dem Sortierer das Gedächtnis nicht ab. Er musste die Codes auswendig kennen; die Entlastung lag im Laufen, nicht im Wissen.
Was die Quellen offenlassen: Die Leistungszahlen betreffen verschiedene Ausbauten und sind mit Vorsicht zu lesen; je Bediener stimmen sie aber überein: Die niederländische Darstellung nennt 3.000 Sendungen je Stunde für einen Postbeamten, das Smithsonian 15.000 je Stunde bei fünf Bedienern.