Project Turnkey

1960 · Automated Post Office · Werk 747 von 1.871

Project Turnkey, 1960, Automated Post Office

The control tower inside a new mechanised post office hall of 1960 in Providence in Rhode Island, a glazed control room raised on four steel columns, its flat roof at seven metres sixty, glass panes all around in slim steel frames, inside it a man seen from behind in a white shirt at a sloping desk with rows of small lamps, around the tower under a roof of wide curved concrete shells grey conveyor belts on steel trestles and grey sheet-steel sorting machines, several of them standing still under pale canvas dust sheets, two workers seen from behind at a hand cart, daylight from long bands of windows on the left.

Wofür es benutzt wurde
Project Turnkey war das Postamt, das um seine Maschinen herum gebaut wurde: Providence, Rhode Island, in Dienst gestellt am 20. Oktober 1960. Entworfen, gebaut und betrieben wurde es nach Angaben des National Postal Museum im Vertrag mit Intelex, einer Tochter von International Telephone & Telegraph — die Post kaufte nicht Geräte, sondern eine fertige Anlage samt Betrieb. Die Halle war einstöckig und hatte nur 2 tragende Stützen, 420 Fuß lang, 300 Fuß breit, 55 Fuß hoch, 126.000 Quadratfuß unter einem Parabeldach, mit etwa 3 Meilen Förderbändern. Angegebene Leistungen: Vereinzler und Stempelmaschinen 25.000 Sendungen je Stunde, Briefsortierer 18.000 Briefe je Stunde auf 30 Ziele, Paketsortierer 4.800 Pakete je Stunde auf 31 Auswürfe.
Was daran neu war
Neu war vor allem die Vergabe: Ein Auftragnehmer lieferte Gebäude, Technik und Betrieb schlüsselfertig, der Grundriss folgte dem Materialfluss. Der Widerhaken ist die Personalzahl. Nach Angaben des National Postal Museum arbeiteten dort 1.500 Beschäftigte, 100 mehr als im alten Postamt, dazu 70 Leute von Intelex; viele Maschinen waren unterbeschäftigt oder liefen nie, die Bediener waren nicht ausreichend geschult. Das Museum zitiert einen Unterausschuss des Repräsentantenhauses mit einem vernichtenden Urteil und berichtet, Generalpostmeister J. Edward Day habe gesagt, die Anlage sei als vollautomatisch angekündigt worden, arbeite aber nicht so. Spötter nannten sie Project Turkey. Die Briefmarke zum Haus verkaufte sich besser als das Haus arbeitete: 833.306 Stück am ersten Tag.

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