1960 · Magnetic Stripe Encoding · Werk 749 von 1.871
A first hand-made magnetic stripe sample of 1960 lying on an ironing board in the kitchen of a family house in the United States, a blank cream-white plastic rectangle eight and a half centimetres long and five and a half wide, along its full length a strip of matt brown magnetic recording tape one centimetre wide, the board covered in pale cotton, beside the rectangle a small open reel of brown tape, a pair of steel scissors and a chrome-plated electric iron with a cloth-covered cord, a woman's hand in a striped cotton sleeve just setting the iron down on the strip, behind it a white refrigerator, window light from the left.
Wofür es benutzt wurde
Der Magnetstreifen trägt die Kontonummer, damit nicht ein Mensch sie abliest, sondern ein Gerät. Jerome Svigals, der die Entwicklung bei IBM mitgetragen hat, beschreibt in IEEE Spectrum vom 30. Mai 2012 die Maße: Karte 5,4 mal 8,6 Zentimeter, Streifen 1 mal 8,6 Zentimeter, darauf 3 Spuren von je 0,28 Zentimeter Breite — Spur 1 für die Luftfahrt, Spur 2 für die Banken, die dritte für die Sparinstitute. Nach seiner Darstellung trieben zwei Dinge die Arbeit: die Großraumflugzeuge 747 und DC-10, deren Abfertigung Selbstbedienung verlangte, und die telefonischen Freigaben, an denen der Kreditkartenverkehr erstickte. Das Computer History Museum nennt als Zweck der IBM Information Records Division in Dayton, New Jersey, zunächst "government security use".
Was daran neu war
Das Computer History Museum datiert den Prototyp des IBM-Ingenieurs Forrest Parry — ein Streifen Tonband, mit dem Bügeleisen auf eine Kunststoffkarte gebracht — auf 1969. Svigals, selbst Beteiligter, nennt in IEEE Spectrum 1967 als Anstoß, beschreibt den ersten Prototyp als Pappstück mit aufgeklebtem Streifen und erwähnt Parry nicht. Entscheidend war, was die Lösung konnte: ein Streifen, der sich in Serie auf Kunststoff aufbringen lässt. Svigals schreibt, die Entwicklung einer zuverlässigen schnellen Beschichtungsmaschine habe über 2 Jahre gedauert und die Kosten je Karte seien bis 1980 von 2 Dollar auf 5 Cent gefallen. Der Widerhaken: IBM habe die Arbeit nach seiner Darstellung unentgeltlich geleistet und die Karte nicht patentiert.
Was die Quellen offenlassen: Das Computer History Museum datiert Parrys Prototyp auf 1969, IBM selbst auf die frühen 1960er Jahre; Svigals schildert 1967 als Ausgangslage, beschreibt als ersten Prototyp ein Pappstück mit Klebestreifen und nennt Parry nicht.