The Address Reader

1965 · Optical Character Reader for Mail · Werk 751 von 1.871

The Address Reader, 1965, Optical Character Reader for Mail

An optical scanning machine for envelopes of 1965 at the head of a long sorting frame in the main post office in Detroit in winter, a pale grey sheet-steel base cabinet one metre high and two metres long, on its top an open bed of small electric motors, rubber rollers and narrow belt tracks, behind it a tall pale grey cabinet with two flat doors, one single envelope standing upright in a narrow lamp-lit window, back side toward the lens, beyond it a grey steel frame of several hundred narrow pigeonholes with blank label frames, a technician seen from behind in a white coat, concrete floor, fluorescent light from above.

Wofür es benutzt wurde
Der Adressleser nahm dem Sortierer das Tippen ab: Er las die aufgedruckte Anschrift optisch, zog die Postleitzahl heraus und steuerte damit das Fach. Nach der eigenen Darstellung des Postdienstes stellte die Behörde im November 1965 einen schnellen optischen Zeichenleser im Postamt Detroit in Dienst; das National Postal Museum datiert den ersten Lauf mit echter Post auf den 30. November 1965 und nennt 36.000 ZIP-codierte Briefe je Stunde. An eine mehrplatzige Sortiermaschine gekoppelt verteilte der Leser nach Angaben des Postdienstes auf eines von 277 Fächern. Die Library of Congress zitiert den Jahresbericht 1965 mit einem Vertrag über 6 optische Leser, jeder für etwa 36.000 Sendungen je Stunde, entwickelt von 3 Firmen.
Was daran neu war
Neu war, dass die Maschine las, statt auf einen Menschen zu warten, der liest und tippt — der Flaschenhals der mehrplatzigen Sortierung fiel weg. Die Arbeit daran war alt: Das National Postal Museum nennt 1954 als Beginn der Entwicklung des Farrington Automatic Address Reader und einen Vertrag mit Farrington, der mindestens 10.000 Briefe je Stunde forderte, das Dreifache der damals erprobten halbautomatischen Geräte. Der Widerhaken ist die Voraussetzung: Lesen konnte das Gerät nur, was der Absender passend geschrieben hatte. Die Library of Congress datiert die Einführung des ZIP Code auf den 1. Juli 1963 und zitiert den Jahresbericht 1963, die weite Verwendung des Codes solle den Übergang zum maschinellen Lesen ebnen; die Bibliothek selbst schreibt, vor fester Einführung des Codes seien Leser nicht praktikabel gewesen. Die Maschine wartete auf die Schreibgewohnheit von Millionen.

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