The Wreck Astrolabe

1503 · Cast Mariner's Astrolabe · Werk 762 von 1.871

The Wreck Astrolabe, 1503, Cast Mariner's Astrolabe

A cast metal disc of 1503 hanging from a leather strap on the afterdeck of a Portuguese ship in the Indian Ocean, the disc seventeen centimetres across, its surface grainy grey-brown with darker and paler patches, a small ring at its top for the strap, seen edge-on in profile and slightly from behind so that only the thick granular rim and a small hole at its centre catch the light, its front turned away in shadow toward the man holding the strap, his hand in a sleeve of coarse brown wool, behind him a bulwark of raw oak, coiled hemp rope, a sandglass, sun high from the right, dark blue water.

Wofür es benutzt wurde
Das Seeastrolabium diente der Breitenbestimmung. Der Navigator ließ die Scheibe senkrecht hängen, peilte durch die Löcher der beiden Visiere am drehbaren Lineal den Polarstern oder - tief gehalten, mit dem Sonnenstrahl von Loch zu Loch - die Sonne und las die Höhe über dem Horizont an der Randteilung ab. Nach dem Royal Museums Greenwich kam das Gerät um 1470 in der Seefahrt in Gebrauch; Vasco da Gama führte eines auf der Fahrt um Afrika nach Indien 1497 bis 1499. Die Scheibe, um die es hier geht, ist aus bleihaltiger Kanonenbronze, 175 mm im Durchmesser und 344 g schwer, hergestellt wohl zwischen 1496 und 1501. Sie lag im Wrack der Esmeralda, die 1503 bei der omanischen Insel Al Hallaniyah mit ihrem Befehlshaber Vicente Sodré unterging.
Was daran neu war
Neu ist an dieser Scheibe nicht die Bauart, sondern dass sie überhaupt lesbar wurde. Mit bloßem Auge war am Fund keine Teilung zu sehen, kein Beweis, dass es ein Astrolabium ist. Ein Team der WMG der University of Warwick scannte das Stück im November 2016 in Maskat mit einem tragbaren 7-Achsen-Laserscanner, der über 50.000 Punkte je Sekunde bei 60 Mikrometer Genauigkeit aufnimmt; im 3D-Modell traten 18 gleichmäßige Marken am Rand hervor, deren Abstand 5 Grad entspricht. Erst damit ließ sich das Stück als Seeastrolabium bestimmen. Der Vorrang betrifft die Überlieferung, nicht die Technik: Guinness World Records führt es als ältestes bekanntes Seeastrolabium, während die Gattung schon Jahrzehnte vor seiner Herstellung gefahren wurde.

Was die Quellen offenlassen: Den Beginn des Seeastrolabiums auf See datieren die Quellen verschieden: Royal Museums Greenwich nennt um 1470, WMG und Sci.News eine portugiesische Fahrt entlang der westafrikanischen Küste 1481.

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