The Backstaff

1711 · Shadow Sighting Quadrant · Werk 764 von 1.871

The Backstaff, 1711, Shadow Sighting Quadrant

A wooden backstaff of 1711 held by a man on the afterdeck of a merchant ship, the man seen from behind in a blue wool jacket, the instrument a flat triangular frame of dark red-brown wood sixty centimetres long, a small arc at the far end with a pale boxwood slide raised over his shoulder toward the sun behind him, a larger arc near his eye with a second pale slide, a third pale block at the tip, two straight bars with a short cross brace, the arc edges catching the light as smooth pale rims, bulwark, tarred shrouds and a wooden binnacle beside him, hard sun from behind left, grey-green sea.

Wofür es benutzt wurde
Der Rückenstab, englisch backstaff oder Davis quadrant, in Frankreich quartier anglais, diente der Höhenmessung der Sonne auf See und damit der Breite. Der Name sagt das Verfahren: Der Beobachter wandte der Sonne den Rücken zu, statt gegen sie zu peilen. Gerald Forty beschreibt das Gerät im Journal of Navigation (Band 39, Heft 2, 1986, Seiten 259 bis 268) als neben dem Kreuzstab das wichtigste Höhenmessgerät an Bord, von John Davis in der einfachsten Form 1595 in The Seamans Secrets beschrieben und erst weit im 17. Jahrhundert zur brauchbaren Endform ausgereift.
Was daran neu war
Forty verwendet backstaff auch als Gattungsbegriff für alle Geräte, bei denen der Beobachter der Sonne den Rücken zuwendet, etwa Gunters Bogen, und führt sie auf den Davis-Quadranten zurück, der in England und anderswo die häufigste Bauart war. Das Können, das vorher fehlte, war die Sonnenhöhe zu messen, ohne in die Sonne zu blicken - der Kreuzstab verlangte genau das. Der Widerhaken liegt am Ende: Als im 18. Jahrhundert die spiegelnden Geräte aufkamen, verschwand der Rückenstab nicht, sondern blieb weiter in Gebrauch - nach Fortys Einschätzung, weil er billiger war, vielleicht aber auch teils aus eingefleischter Beharrlichkeit der Seeleute. Über 150 Jahre im Dienst.

Was die Quellen offenlassen: Forty datiert die brauchbare Form nur auf ‚weit im 17. Jahrhundert‘ und lässt alle Rückenstäbe vom Davis-Quadranten abstammen; das Mariners' Museum dagegen schreibt, Seeleute hätten schon zuvor den Kreuzstab umgekehrt benutzt.

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