Berthoud's Marine Clock

1760 · Spring Suspended Marine Clock · Werk 766 von 1.871

Berthoud's Marine Clock, 1760, Spring Suspended Marine Clock

A large marine clock of 1761 hanging in a stand of pale wood with slanting struts in a clockmaker's workshop in Paris, the clock a black lacquered wooden case sixty-five centimetres wide with brass edges, the case and its bracket together about a metre high, hung from two straight brass rails meeting above in a bracket under a tall coil spring of dark steel, in the glazed front of the case two horizontal brass rings, on the top plate a small glazed brass cage and a small white enamel disc turned away from the lens, beside it a lathe and pliers, window light from the left, a sleeve of brown wool.

Wofür es benutzt wurde
Eine Uhr, die auf See die Zeit des Ausgangsorts behält, gibt dem Navigator die Länge. Ferdinand Berthouds Horloge marine Nr. 1 von 1760 sollte das leisten: Sie hängt in einer kardanischen Aufhängung, die sie bei Krängung senkrecht hält, besitzt eine Spiralfeder und einen Kompensationsrost aus Messing und Stahl, der die Temperaturdehnung der Feder auffangen soll. Das Musée des Arts et Métiers in Paris, das das Stück seit 1814 besitzt, stellt die Arbeit in die englisch-französische Rivalität um die Seeherrschaft: Genaue Uhren versprachen die Lösung des Längenproblems und kürzere Reisen.
Was daran neu war
Nr. 1 zeigt, wie weit man 1760 mit Spiralfeder und Rostkompensation kam. Der Widerhaken sind die Maße: Das Stück allein ist 103,5 x 64,5 x 64,5 cm groß, mit Gestell 151 cm hoch - eine Schiffsuhr, die nach der Darstellung des Museums zu groß war und Berthoud danach daran arbeiten ließ, leichter und kleiner zu werden. Dabei kam er weit: Für die Zeit ab 1768 gibt das Museum für seine Horloges marines eine Abweichung von etwa 1 Minute auf 3 Monate Seereise an; die Nr. 8 von 1767 fuhr 1773 bis 1774 mit Yves Joseph de Kerguelen de Trémarec in die Terres Australes.

Was die Quellen offenlassen: Die Museumsquellen beanspruchen für Nr. 1 keinen Vorrang und sagen nicht, wer Kardanaufhängung und Kompensationsrost zuerst verwendete; das Objektdossier schreibt solche Kompensationen allgemein ‚den Mechanikern‘ zu.

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