The Chronoscope

1848 · Electromagnetic Interval Timer · Werk 773 von 1.871

The Chronoscope, 1848, Electromagnetic Interval Timer

An electric chronoscope on a heavy wooden table in a university laboratory in Leipzig in 1880, sixty centimetres high, built as a small temple, a dark reddish brown wooden base, four black columns with brass capitals carrying an upper plate, on it the brass wheelwork and two small round silvered dials one above the other, seen at a slant and soft in focus, under a tall glass dome, a brass weight hanging on a cord between the columns, a brass telegraph key in front, cloth-covered wires to glass battery jars on a shelf, a young man seen from behind with his hand on the key, pale daylight from the left.

Wofür es benutzt wurde
Ein elektromagnetischer Kurzzeitmesser. Ein Uhrwerk läuft dauernd; ein Elektromagnet kuppelt die Zeigerwerke ein, eine Feder wieder aus, so dass nur die Zeit zwischen zwei Stromstößen gezählt wird. Zuerst stand er in Physik und Ballistik: Wilhelm Oelschläger schlug ihn nach der Darstellung des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte für fallende Körper und für Versuche zur Geschossgeschwindigkeit vor; im Frühjahr 1849 ging ein Hipp-Chronoskop an das Physikalische Institut der Universität Utrecht. Erst später kam er in die psychologischen Laboratorien, wo er Reaktionszeiten messen sollte - Wundt empfahl ihn 1874 in der ersten Auflage der "Grundzüge der physiologischen Psychologie". Beim Modell 75 lasen die Zifferblätter 1/10 und 1/1000 Sekunde.
Was daran neu war
Nicht der erste Kurzzeitmesser: Charles Wheatstone hatte vergleichbare Geräte vorher, und nach dem MPIWG-Aufsatz zitierte Oelschlägers Artikel von 1848 falsche Ergebnisse kurzer Zeitmessungen mit Wheatstones Chronoskop - dem Gerät, das Hipp verbesserte. Neu war nach dem Aufsatz vor allem die Trennung von Uhrwerk und Zeigerwerk: Das Uhrwerk lief erst auf gleichmäßige Geschwindigkeit, dann kuppelte der Elektromagnet die Zeiger ein. Geregelt wurde es (beschrieben am Modell 75) von einer einseitig eingespannten Stahllamelle, die 1000-mal in der Sekunde schwang, das Uhrwerk über ein Steigrad mit 20 Zähnen steuerte und deren Ton sich gegen eine Stimmgabel prüfen ließ. Widerhaken: Hipp beanspruchte den 500. Teil einer Sekunde, doch zum Gerät gehörte ein Fallapparat, der es eichen und kontrollieren sollte.

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