The Standard Chronometer

1942 · Standardised Marine Chronometer · Werk 787 von 1.871

The Standard Chronometer, 1942, Standardised Marine Chronometer

Six identical marine chronometers of 1943 in a row on a green linoleum bench in a whitewashed workshop in Saxony, each in a square dark brown plastic box with a hinged lid, the nearest chronometer lifted out and laid movement upward, a round gilded plate ten centimetres across in a bright steel ring within a black gimbal ring, on it a large balance wheel with a cut compensation rim, a fusee and a fine chain, beside it a loupe, tweezers and a length of loose chain, the other boxes closed, a watchmaker in a grey coat seen from behind at the far end, cold daylight from frosted windows on the left.

Wofür es benutzt wurde
Ein Schiffschronometer vom Typ Model 21 der Hamilton Watch Company, Lancaster, Pennsylvania. Navigatoren der US Navy, der Handelsschifffahrt und der Armee bestimmten damit die Länge: Die Uhr hielt die Zeit eines Ortes bekannter Länge, etwa Greenwich, der Unterschied zur Ortszeit ergab die Position, eine Stunde entspricht 15 Grad. Vor dem Krieg waren die Chronometer des US-Militärs nach Angaben des Smithsonian überwiegend eingeführt; nur wenige amerikanische Firmen setzten sie aus europäischen Teilen zusammen. Als die europäischen Lieferungen 1941 ausfielen, entstand akuter Mangel. Das Smithsonian nennt für die Kriegsjahre 8.900 Chronometer für die Marine, 1.500 für die Handelsschifffahrt und 500 für die Armee; der Preis je Stück fiel zwischen 1942 und 1944 von 625 auf 390 Dollar.
Was daran neu war
Neu war nicht das Chronometer, sondern seine Serienfertigung in den USA. Das Naval Observatory fragte 1939 amerikanische Uhrenfabriken an; Hamilton und Elgin sagten zu, nur Hamilton erfüllte nach Darstellung des Smithsonian die Genauigkeitsforderung der Marine und lieferte am 27. Februar 1942 zwei Prototypen. Die Zahl 1,55 Sekunden am Tag wird verschieden zugeordnet: Das Smithsonian schreibt, die Prototypen hätten die Prüfung mit dieser Gangabweichung bestanden; Hamilton selbst nennt sie als Forderung der Marine und für das Model 21 eine halbe Sekunde am Tag. Der Entwurf wich bewusst von der europäischen Bauweise ab, besonders bei Hemmung, Unruh und Spiralfeder. Nach einem Aufsatz von William R. Smith im NAWCC Watch & Clock Bulletin (Januar/Februar 2012) hielt Hamilton die Detents der Hemmung für nicht serienfertigbar; der Uhrmacher V. E. Van Hoesen in Memphis fertigte sie dann doch in Serie.

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