The Goon Box

1942 · Pulse Timing Radio Navigation · Werk 788 von 1.871

The Goon Box, 1942, Pulse Timing Radio Navigation

A radio navigation indicator of 1942 on the navigator's chart table in a four-engined bomber at night, a grey-black metal box thirty centimetres wide with a round glass screen in its front glowing a plain soft green, rows of plain black knobs beneath, in a cradle beside it a long black receiver box fifty centimetres long with a pale round socket on its end face, thick cables between the boxes, on the table a chart sheet at a flat angle, soft in focus, a hand in a brown leather gauntlet on one knob, the curved wall of plain dark painted metal, greenish glow from the screen on everything.

Wofür es benutzt wurde
Der Empfänger Typ R1355 des britischen Funknavigationsverfahrens Gee, eingebaut in Bomber der RAF. Der Navigator verglich die Laufzeitunterschiede von Impulsen einer Hauptstation und zweier Nebenstationen und las daraus seinen Ort ab. Das Royal Air Force Museum beschreibt das Gerät als bauteilarm und leicht in die meisten Flugzeuge einzubauen; eingeführt wurde Gee beim Bomber Command ab März 1942, was es erlaubte, viele Flugzeuge in kurzer Zeit gemeinsam über ein Ziel zu führen. Das Imperial War Museum gibt für den R1355 mit der Hochfrequenzeinheit RF26 die Maße 500 x 310 x 240 mm und ein Gewicht von 18 kg an.
Was daran neu war
Nicht das hyperbolische Prinzip war neu - William J. O'Brien hatte die Idee der Ortung durch Phasenvergleich schon 1936 bis 1938, und nach dem IET-Archiv war auch sein System nicht das erste dieser Art. Neu war ein reiner Empfänger, einfach genug, dass ihn nach Darstellung des RAF Museum jeder bedienen konnte; daher der Spitzname "the goon box". Weil die Geräte nur hörten, konnte eine beliebige Zahl von Flugzeugen dieselben Sendungen nutzen. Der Widerhaken steht in derselben Museumsbeschreibung: Die Deutschen störten Gee bald über besetztem Gebiet; das Verfahren half danach noch beim Halten des Kurses und bei der sicheren Rückkehr - das Gerät, das jeder bedienen konnte, fand am Ende eher nach Hause als zum Ziel.

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