The Navigator on Cassette

1985 · Dead Reckoning Map Matching · Werk 798 von 1.871

The Navigator on Cassette, 1985, Dead Reckoning Map Matching

A car navigation display unit of 1985 on the dashboard of an American estate car parked in California at dusk, a black plastic box sixteen centimetres wide with a nearly square small dark screen showing a single faint glowing green line, five small plain keys down each side of the screen, through the open tailgate a smoky brown translucent computer box with a black lid and a cassette slot behind a clear wall, a coiled black cable, on the passenger seat three tape cassettes in clear cases with smooth white inserts, a hand in a rolled shirt sleeve pushing a cassette into the slot, warm evening light through the rear glass.

Wofür es benutzt wurde
Der Etak Navigator, ein Autonavigationssystem ohne Satelliten. Stan Honey beschreibt in seinem eigenen Bericht die Anlage: eigens entwickelte Radsensoren mit Magnetband im Rad an den beiden nicht angetriebenen Rädern, ein Flux-Gate-Kompass an der Heckscheibe, ein Rechner von der Größe eines Schuhkartons im Kofferraum, zunächst ein 8088 mit 4,77 MHz und 128 kB, und ein Vektorbildschirm, der die Karte nach der Fahrtrichtung drehte. Die Karten steckten in Kassetten mit Polycarbonatgehäuse: 3,5 Megabyte je Band, 3 Kassetten für die ganze San Francisco Bay Area. Benj Edwards nennt in Fast Company (26. Juni 2015) für das Modell 450 1.395 Dollar, für das Modell 700 1.595 Dollar und etwa 35 Dollar je Kassette.
Was daran neu war
Neu war das Zusammenspiel zweier Dinge: das Map Matching, das Honey als wertvolles Patent nennt und das die gemessene Bewegung laufend auf das Straßennetz zurückrechnet, und die digitale Straßenkarte als eigenes Erzeugnis - Etak baute nach Edwards eigene Werkzeuge, die Verzerrungen in gescannten Luftbildern korrigierten, und digitalisierte damit schneller als beim punktweisen Eintragen von Hand. Der Widerhaken: Honey schätzt den Verkauf auf 2.000 bis 5.000 Geräte. Das Gerät blieb liegen, das Nebenprodukt lief weiter - News Corporation kaufte Etak 1989, Sony 1996, danach ging es in Tele Atlas über, das später zu TomTom kam. Die Karten überlebten den Navigator.

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