1953 · Hobbyist Junction Transistor · Werk 822 von 1.871
A small transistor of 1953 on a hobby table in a house in an American suburb in the afternoon, a young hand in a checked cotton sleeve holding with tweezers a plain smooth unmarked block of matt black resin six millimetres wide and nineteen millimetres high with rounded upper corners and three straight parallel silver wires, above a piece of brown pressboard with screwed-on solder tags, beside it a coil of wire wound on a cardboard tube, a small variable capacitor with aluminium plates, a black Bakelite headset, a soldering iron in a wire stand, daylight through a window with a curtain.
Wofür es benutzt wurde
Raytheon bot den Germanium-Flächentransistor CK722 ausdrücklich Experimentatoren an. Die Anzeige in Radio-Electronics von Februar 1953 sagt, die Germanium-Flächentransistoren CK721 und CK722 seien nun für den eigenen Versuchs- und Entwicklungsgebrauch zu haben, und behauptet, zum ersten Mal in der Geschichte seien solche Transistoren kommerziell erhältlich. Nach IEEE Spectrum waren sie ab März 1953 über Radio-Shack-Läden zu haben. Das CK722-Museum nennt als Bastelprojekte Radios, Oszillatoren, elektronische Spannungsmesser, Fotoalarme und Hörgeräte; das Transistor Museum hält fest, dass der Typ nicht nur im Hobbybereich, sondern auch in Serienradios der 1950er Jahre eingesetzt wurde. Der Preis lag im Februar 1953 bei 7,60 Dollar, 1956 bei 1,00 Dollar, in den frühen 1960er Jahren für Restposten bei 10 Stück für 1,00 Dollar.
Was daran neu war
Neu war am CK722 nicht die Technik, sondern die Herkunft. Das CK722-Museum nennt ihn den ersten preiswerten Flächentransistor, der für die Allgemeinheit zu haben war, und das Transistor Museum den ersten 1-Dollar-Transistor, 1956. Technisch war es dasselbe Bauteil wie der Hörgerätetransistor CK718, nur außerhalb der Spezifikation: Industrial Alchemy schreibt, Exemplare aus Raytheons früher Produktion, die die beworbenen Kennwerte nicht erreichten, seien unter neuer Nummer gezielt für den Hobbymarkt als leistungsschwache Bauteile verkauft worden. Das Transistor Museum weist darauf hin, dass in den blauen und silbernen Gehäusen tatsächlich ein vollständiger kleiner Hörgerätetransistor steckt. Der wertlose Teil der Fertigung wurde so zum meistverkauften; nach IEEE Spectrum sah Norman Krim darin eine Möglichkeit, statt Tausende Stück wegzuwerfen.
Was die Quellen offenlassen: Zwei Darstellungen desselben Autors in IEEE Spectrum weichen in der Typenkette ab: 2003 heißt es, aussortierte CK718 seien als CK721 oder CK722 umgelabelt worden, 2011, die Chargen seien als CK721 gelabelt und dann als CK722 abgegeben worden. Auch die Mengen stehen gegeneinander: Spectrum nennt Zehntausende zwischen 1953 und Mitte der 1960er, das CK722-Museum Hunderttausende. Kennwerte zeigt nur die Tabelle der Anzeige; nach RF Cafe höchstens etwa 8 Volt Kollektorspannung.