The Mesa Transistor

1958 · Silicon Mesa Transistor · Werk 832 von 1.871

A production room in a low industrial building in California, on a black table top under a magnifier lamp a hand in a white cotton glove holding with tweezers a plain smooth unmarked matt black metal can six millimetres across with a flat lid and three thin gold wires, beside it a flat aluminium tray with rows of identical black cans standing in perforated strips, a stereo microscope on a grey stand, a small rubber-bulb suction pick-up, a closed wooden box, through the window dry brown hills in afternoon light.

Wofür es benutzt wurde
Fairchild Semiconductor baute den Siliziumtransistor für einen Auftrag, den kein etablierter Hersteller erfüllen konnte: Treiber für den Kernspeicher des Bordrechners des Bombers B-70, bestellt von der Federal Systems Division von IBM zu 150 Dollar je Stück. Entworfen war das Bauteil nach Angabe des Computer History Museum binnen 5 Monaten, samt Kristallzucht, fotolithografischen Masken, Aluminiumkontakten und eigenen Fertigungs- und Prüfgeräten. Vorgestellt wurde es als Typ 2N697 auf der Messe Wescon im August 1958; radiomuseum.org datiert die früheste Herstellerliteratur zum 2N697 auf denselben Monat. Das Computer History Museum berichtet, die Autonetics Division von North American Aviation habe den 2N697 für den Lenkrechner der Minuteman I ausgewählt, einen seriell arbeitenden 24-Bit-Rechner.
Was daran neu war
"Mesa" bezeichnet die Form: Das Computer History Museum nennt den Typ so nach seiner erhöhten, tafelbergartigen Struktur. Dieselbe Quelle nennt ihn den ersten kommerziellen Silizium-Mesatransistor mit doppelt diffundiertem Emitter und Basis. Gerade die Form war der Schwachpunkt: Ende 1958 stand die Firma nach Museumsdarstellung vor einem Zuverlässigkeitsproblem, weil kleine Teilchen, die innen vom Metallgehäuse abblätterten, die freiliegenden Sperrschichten auf der Mesastruktur zu überbrücken drohten. Autonetics meldete es; Fairchild klopfte daraufhin jedes Bauteil mit einem Stift ab, um lose Metallflocken vor dem Versand zu finden. Hoernis Antwort, die Sperrschicht mit Siliziumdioxid zu bedecken, wurde das Planarverfahren.

Was die Quellen offenlassen: Zur Stückzahl des Erstauftrags nennen zwei Seiten desselben Museums verschiedene Zahlen: die Silicon-Engine-Seite 100 Transistoren, die Zusammenstellung The Legacy of Fairchild 500 Kernspeichertreiber, beide zu 150 Dollar je Stück und beide von der Federal Systems Division. Elektrische Daten des 2N696 und 2N697 nennt keine geöffnete Quelle; Produktions- und Verkaufszahlen fehlen. Die Planarpatentschrift US 3,025,589 war nicht abrufbar.

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