The Mailüfterl

1958 · Transistorized Computer · Werk 833 von 1.871

An institute room of a technical university in Vienna in spring, a long wall of light grey steel cabinets with their doors open, inside them row upon row of red-brown circuit boards standing on edge, each carrying small black glass-cylinder transistors, resistors with coloured rings and small black ring cores wound with red wire, a man in a grey work coat seen from behind drawing one board halfway out, a second hand holding an oscilloscope probe to it, in front a wooden table with a soldering iron and a spool of wire, tall double windows with spring light from the left, a parquet floor.

Wofür es benutzt wurde
Der Transistorrechner wurde ab 1956 an der TH Wien von Heinz Zemanek mit Kurt Bandat, Rudolf Bodo, Viktor Kudielka, Eugen Mühldorf und Kurt Walk gebaut und im Mai 1958 fertiggestellt. Er arbeitete mit 48-Bit-Worten bei 132 kHz Takt, multiplizierte zwei zehnstellige Zahlen in 26 ms und nahm rund 400 Watt auf. Als interner Speicher diente ein Ringkernspeicher mit 50 Wörtern, als externer eine Magnettrommel mit 10.000 Wörtern. Am 27. Mai 1958 bestimmte die Maschine die Primzahl 5073548261 in 66 Minuten; sie spielte auch Zwölftonreihen über einen angekoppelten Frequenzgenerator. Von 1961 bis 1966 stand sie im IBM-Labor Wien, das Zemanek nach dem Erfolg einrichten durfte. Heute gehört sie dem Technischen Museum Wien.
Was daran neu war
Kennzeichnend war der Verzicht auf Röhren: rund 3.000 Transistoren und 5.000 Germaniumdioden, dazu 15.000 Widerstände, 5.000 Kondensatoren, 20 km Schaltdraht und etwa 100.000 Lötstellen - bei nur 400 Watt Leistungsaufnahme. Die Transistoren bekam Zemanek von Philips geschenkt; der Typ war für Hörgeräte entwickelt worden, nicht für Rechenwerke. Mit den 48-Bit-Worten waren beim Programmieren bis zu 80.000 verschiedene Maschinenbefehle möglich. Der Name war als Gegenstück zu den amerikanischen Maschinennamen "Whirlwind" und "Taifun" gewählt - ein Mailüfterl ist ein Windchen.

Was die Quellen offenlassen: Technisches Museum Wien und TU Wien nennen beide rund 3.000 Transistoren. Die Primzahl 5073548261 und die 66 Minuten stehen nur beim Museum; die TU Wien spricht allgemein von der Berechnung von Primzahlen. Ob die Philips-Transistoren Ausschussware waren, sagt keine der beiden Quellen - die TU Wien spricht von einem Geschenk. Keine Quelle nennt den Rechner den ersten Transistorrechner.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Hearing Aid1952Zemaneks Wiener Transistorrechner, im Mai 1958 fertiggestellt, arbeitete mit rund 3000 Transistoren. Sie waren ein Geschenk der Firma Philips, und der Typ war eigentlich für Hörgeräte gedacht. Genug Transistoren zu erschwinglichem Preis zu bekommen, war damals nach der TU Wien nicht einfach; der Rechner stand damit auf einem Bauteil, das für den Hörgerätebau bestimmt war.Beleg: Technisches Museum Wien, Objektdatensatz: Transistorrechner Mailüfterl mit Zubehör · TU Wien, News: Heinz Zemaneks Mailüfterl

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