1960 · Planar Integrated Circuit · Werk 843 von 1.871
A tiny experimental chip under a microscope on a laboratory bench in Palo Alto at night, a round glossy gold metal base six millimetres across with a broad rim and a small flat tab, filled with smooth black resin, in its centre a small grey rectangular silicon chip with a fine pattern of pale lines, around it eight tiny gold contact points, several joined to the chip by short gold wires, the base held in tweezers by a hand in a white shirt sleeve, beside it a broken grey silicon disc and a small plain glass vial of amber resin, an oscilloscope behind with two green square waves.
Wofür es benutzt wurde
Micrologic war Fairchilds erste Baureihe integrierter Schaltungen. Das erste Element, das Flipflop "F", vereinte 4 Transistoren und 5 Widerstände - 9 Bauteile - auf einem Siliziumplättchen. Robert Norman entwarf die Schaltung als abgewandelte direkt gekoppelte Transistorlogik (DCTL), weil die sich mit dem frühen planaren Verfahren fertigen ließ; Jay Last leitete die Entwicklung seit August 1959. Am 26. Mai 1960 liefen die ersten monolithischen Bauteile, am 27. September 1960 Schaltungen mit der später bevorzugten Isolation. Öffentlich vorgestellt wurde das Element im März 1961 auf einer Pressekonferenz der IRE-Messe in New York, mit Bild in der LIFE.
Was daran neu war
Neu war nicht die Schaltung in einem Stück - Jack Kilby hatte bei Texas Instruments am 12. September 1958 eine funktionierende Variante mit feinen Golddrähten ("flying-wires") gebaut -, sondern die Verbindung: Jean Hoernis planares Verfahren und Robert Noyces Patent ließen die Leiterbahnen als abgeschiedenes Metall entstehen, ohne fliegende Drähte. Daran hing die Serie; von Kilbys Bauart gingen nur wenige Dutzend zur Erprobung hinaus, und TIs erstes kommerzielles Bauteil, das Flipflop Type 502 vom März 1960, kostete 450 Dollar je Stück. Offen war zunächst die Trennung der Bauteile im Kristall: zuerst Gräben von der Rückseite, geätzt und mit Epoxid gefüllt, dann die pn-Isolation, die Isy Haas und Lionel Kattner mit einer Bordiffusion entwickelten.
Was die Quellen offenlassen: Alle Daten, Bauteilzahlen und Preise vom Computer History Museum (Silicon Engine). Dessen Seite zur planaren Schaltung nennt Kilby nicht; das Datum 12. September 1958 und der Preis von 450 Dollar stehen auf der Seite zur "solid circuit". Wer welchen Anteil an der pn-Isolation hatte, ist dort nur knapp beschrieben; eine Auseinandersetzung zwischen Last und Noyce erwähnt die Quelle nicht.