The Busicom 141-PF

1971 · Programmable Printing Calculator · Werk 883 von 1.871

A printing desk calculator on a light wood veneer desk in an office in Tokyo, a flat wedge-shaped machine with a cream-white body sloping toward the front, a dark grey key field with cream-white number keys and pale blue function keys at left and right, one small red and one small green button, all key tops plain and smooth, at the back a black angular printer cover with a plain smooth silver strip, a long curling strip of white paper running from a roll at the back over the edge of the desk, a hand in a white shirt sleeve pressing a blue key, a dark wooden abacus beside it, fluorescent light.

Wofür es benutzt wurde
Druckender Tischrechner von Busicom, vormals Nippon Calculating Machine. Das IPSJ-Computermuseum nennt den Verkaufsbeginn Oktober 1971 und hält fest, dass Busicom das Gerät auch als OEM-Ware an andere Firmen lieferte. Es war nach dieser Quelle der erste Rechner, in den der Intel 4004 eingebaut wurde. Das Computer History Museum bewahrt den Technikprototyp (Objekt X1320.97, 7 3/4 mal 9 1/2 mal 13 1/2 Zoll), den Busicom-Präsident Yoshio Kojima an Federico Faggin übergab; die Katalogseite nennt ihn den erfolgreichen Prüfstand für die erste kommerzielle Anwendung des 4004 und zeigt alle 4 Glieder der MCS-4-Familie.
Was daran neu war
Kennzeichnend war nicht der Rechner, sondern wie er rechnete: Busicom bat Intel im April 1969 um 12 Spezialchips, und Intel schlug statt dessen 4 Chips vor, von denen einer programmierbar war. Die Rechenabläufe standen damit als Programm im ROM des Chipsatzes und nicht in festverdrahteter Logik - eine Änderung am Rechenweg war eine Änderung am ROM-Inhalt. Dass derselbe Chipsatz danach für andere Aufgaben verkauft werden konnte, war die Folge. Die Intel-Darstellung schreibt den Gegenentwurf Ted Hoff zu und nennt Faggin, der von Hoff die Entwurfsleitung übernahm, Stan Mazor und Masatoshi Shima von Busicom als Mitwirkende; nach dem IPSJ-Museum plante Busicom schon vorher einen Rechner, der sich über die Software statt über die Hardware anpassen ließ.

Was die Quellen offenlassen: Preis, Stückzahl und Chipzahl des 141-PF nennt keine der geprüften Quellen. Der Widerhaken stammt von Intel selbst: Im Mai 1971 kaufte Robert Noyce die Rechte für Nicht-Rechner-Anwendungen zurück und erstattete Busicom die 60.000 USD Entwicklungsgeld; 1974 war Busicom nach dieser Seite bankrott. Eine zweite, unabhängige Bestätigung des Konkursjahres habe ich nicht gefunden.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitThe 40041971Busicom wollte einen Tischrechner, dessen Funktionen sich über das Programm statt über die Schaltung ändern lassen; Intels Ted Hoff schlug dafür einen allgemein verwendbaren Logikbaustein vor. Der 141-PF, ab Oktober 1971 verkauft, war das erste Gerät, in dem dieser Baustein rechnete: der 4004.Beleg: IPSJ Computer Museum: Busicom 141-PF (Information Processing Technology Heritage) · IEEE ETHW, Oral History: Masatoshi Shima

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