The 68000

1979 · 32-Bit-Internal Microprocessor · Werk 910 von 1.871

A sample shipping room in a chip plant in Austin in Texas, on a long table a grey foam tray with twenty cut-out slots, nineteen of them bare, in the last a single very long flat chip of dark violet-grey ceramic eight centimetres long with thirty-two silvery legs along each side, in its middle a square gold lid with a fine gold stripe running to the edge, a half-round notch at one end, plain smooth and unmarked, a hand in a short-sleeved shirt lifting it toward a clear plastic tube, stacks of plain brown cardboard boxes, a roll of packing tape, strong sunlight through venetian blinds in bright stripes.

Wofür es benutzt wurde
Der MC68000 war Motorolas Mikroprozessor von 1979. Nach dem IEEE-Spectrum-Beitrag der Chip Hall of Fame rechnete er innen mit 32 Bit, führte nach außen aber einen 24-Bit-Adress- und einen 16-Bit-Datenbus, weil ein 32-Bit-Bus zu teuer gewesen wäre; die Logik entwarf Nick Tredennick, der dazu verkleinerte Kopien von Flussdiagrammen verteilte. Spectrum nennt 68.000 Transistoren, mehr als doppelt so viele wie beim Intel 8086. Verbaut wurde er in frühen Macintosh-Rechnern, im Amiga und im Atari ST; große Stückzahlen erreichte er laut Spectrum vor allem in eingebetteten Anwendungen - Laserdruckern, Spielautomaten, Industriesteuerungen.
Was daran neu war
Kennzeichnend war die Breite im Inneren: 32-Bit-Register in einem Baustein, dessen Anschlüsse 16 Bit blieben. Der Entwurf nahm damit eine Ausbaustufe vorweg, die die Platine noch nicht bezahlen konnte. Der Widerhaken: Motorola kam nach demselben Beitrag "late to the 16-bit microprocessor party", und als IBM den Prozessor für seinen PC suchte, fiel der 68000 unter anderem deshalb aus, weil er "still relatively scarce" war. Der größere Entwurf verlor an der Lieferfähigkeit und fand sein Massengeschäft dann dort, wo niemand ihn als Rechner wahrnahm.

Was die Quellen offenlassen: Einzige Quelle in diesem Lauf ist der IEEE-Spectrum-Beitrag (30.6.2017, aktualisiert 4.12.2023). Er nennt keine Stückzahlen, keinen Preis und keine Taktrate; die Einordnung "hybrid 16-bit/32-bit" erläutert er nicht weiter. Tredennicks Aussagen stehen dort als Zitate aus zweiter Hand und wurden daher paraphrasiert.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe 6800 Prototype1974Motorolas Benutzerhandbuch zum M68000 (9. Auflage, 1993) führt im Abschnitt 3.7 M6800 Peripheral Control die Signale E, VPA und VMA auf. Sie verbinden die asynchron arbeitenden M68000-Prozessoren mit den synchronen Peripheriebausteinen der M6800-Familie: E ist das gemeinsame Freigabesignal aller M6800-Peripheriebausteine, VPA meldet einen angesprochenen M6800-Baustein.Beleg: Motorola: M68000 8-/16-/32-Bit Microprocessors User's Manual, Ninth Edition, 1993, Abschnitt 3.7 M6800 Peripheral Control

Zum Weiterlesen