1964 · Transistor Calculator with Screen · Werk 923 von 1.871
An engineering office in California, on a side table beside a tilted drafting board a broad pale grey-beige calculator forty-seven centimetres wide with a flat hood jutting forward, in the dark grey face of the hood a small rectangular screen with a soft green glow in four faint horizontal bands, below it a cream keyboard with a square block of nine dark grey keys, a long grey bar, one red key and a small upright thumbwheel at the right, every key plain, smooth and unmarked, a slide rule in a brown leather case laid aside, a hand in a short-sleeved white shirt at the keys, venetian blinds striping the sunlight.
Wofür es benutzt wurde
Die Friden 130 war einer der ersten volltransistorisierten elektronischen Tischrechner. Das Smithsonian schreibt, sie sei im August 1964 für 2.150 Dollar auf den Markt gekommen; bis August 1970 wurden nach Angaben des Old Calculator Museum 18.168 Stück gebaut. Fridens eigener Prospekt von 1964 stellt die Maschine "midway between the electronic computer and the mechanical desk calculator" und nennt nur Anwendungsfelder, keine Kunden. Der Preis sank zum 27. Juli 1965 auf 1.695 Dollar; ein Spitzenrechner mit Elektromechanik kostete etwa ein Viertel des Einführungspreises. In Rumänien baute ICE Felix die Maschine in Lizenz etwa von 1970 bis 1972/73 als CE 30.
Was daran neu war
Die 130 zeigte 4 Rechenregister gleichzeitig auf einer Kathodenstrahlröhre, je 13 Stellen; Nixie-Röhren wären für 4 Reihen zu groß und zu teuer gewesen. Damit war sichtbar, was heute umgekehrte polnische Notation heißt: ein Stapel von 4 Ebenen, in dem die Ergebnisse nach oben wandern. Fridens Prospekt von 1964 nennt das Verfahren "stacking" und "automatic algebraic computations" - das Wort RPN kommt darin nicht vor. Der Speicher war eine magnetostriktive Verzögerungsleitung, ein aufgewickelter Draht, in dem die Zahlen als Schallimpulse umliefen, während der Vorgänger-Prototyp EDTC-1 noch eine Magnettrommel hatte. Nach Darstellung des Old Calculator Museum hat Friden das Prinzip nie patentiert; das Patent auf die Rechenlogik lag bei Mathatronics, und Hewlett-Packard kaufte es.
Was die Quellen offenlassen: Zur Verwendung schweigen die Quellen. Die Datumssorten gehen auseinander: Prototypvorführung unter Verschwiegenheit im Juni 1963, förmliche Vorstellung nach dem Old Calculator Museum im Mai 1964 (Bildunterschrift), im April 1964 in New York (Nachrichtenseite) und im August 1964 im Waldorf-Astoria (Haupttext), Verkaufsstart im August 1964 nach dem Smithsonian. Kein namentlicher Anwender und keine Transistorgesamtzahl in den geprüften Quellen.
Zusammenhänge
Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.