The Mathatron

1964 · Learn-Mode Printing Calculator · Werk 924 von 1.871

An oceanographic laboratory by a small harbour in Massachusetts on a summer morning, on a white laboratory bench a broad flat calculator sixty centimetres wide, its lower case painted turquoise with ventilation slots, its top plain cream on the left and black on the right with small panels of yellow, orange, turquoise and white set with round black and white keys and small knobs, every key plain, smooth and unmarked, behind them a raised black housing with an open printer and a round roll of white paper, a hand in a rolled-up sleeve turning a knob, a row of glass bottles of seawater, fishing boats in the window.

Wofür es benutzt wurde
Der Mathatron von Mathatronics war ein programmierbarer elektronischer Tischrechner mit Druckwerk; erster zahlender Kunde war nach dem Old Calculator Museum die Woods Hole Oceanographic Institution, die ihn an Bord eines Forschungsschiffs einsetzte. Das York University Computer Museum in Toronto führt eine Mathatron 8-48 mit der Seriennummer 385, die Ralph W. Nicholls, 1965 Gründungsdirektor des Centre for Research in Experimental Space Science, an die Universität brachte - Yorks erster Rechner, ein IBM System/360 Modell 30, kam erst im November 1966. Benutzt wurde die Maschine Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre von Lehrenden und Graduiertenstudenten, und zwar nach Vorschrift: Der Gebrauch war auf CRESS-Mitarbeiter beschränkt, Graduiertenstudenten brauchten die Erlaubnis von G. R. Hebert, jede Benutzung war ins Logbuch einzutragen, die Handbücher durften den Raum nicht verlassen. Ein Firmenbeiblatt von September 1967 nennt als Zielgruppe "scientists in many different disciplines".
Was daran neu war
Der Mathatron konnte, was die wenig älteren volltransistorisierten Tischrechner nicht konnten: Tastenfolgen lernen und mit bedingten und unbedingten Sprüngen abarbeiten, mit Druckwerk, je nach Modell 24 oder 48 Programmschritten und Klammertasten, so dass die Aufgabe so eingegeben werden konnte, wie man sie schreibt; allein in der Hauptlogik stecken über 1.000 Transistoren. Die Seite calcmuseum.classiccmp.org nennt ihn "perhaps the first machine that also has parenthesis keys" und formuliert zur Einordnung dreifach abgeschwächt, man könne sagen, er sei möglicherweise das erste Gerät, das man einen Tischcomputer nennen dürfe. Was Olivettis Programma 101 ein Jahr später besser konnte, räumt der Mathatron-Verfechter selbst ein: Die Magnetkarte speicherte das Programm außerhalb der Maschine, so dass es nicht jedes Mal neu eingetippt werden musste.

Was die Quellen offenlassen: Das Jahr ist die schwächste Angabe: Ankündigung auf der NEREM in Boston im November 1963, erste Auslieferung nach dem Old Calculator Museum schon im Juli 1963, Serienfertigung 1964, Rezension in Computers and Automation im März 1964. Der Preis von 5.000 Dollar ist ein Anzeigenpreis von 1966. Eine Produktionsstückzahl ist nicht belegt. Zur Registerzahl im Vollausbau stehen 88 und 48 gegeneinander.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Core Stack1957Der Mathatron legte seine 24 oder 48 Programmschritte in Magnetkernen ab, beim 8-48M auch die vorprogrammierten Funktionen in einem Kern-Festwertspeicher. William Kahn hatte bei Datamatic, Honeywells Rechnerabteilung, an Großrechnern mitgearbeitet und wollte deren Konzepte auf eine Tischmaschine verkleinern; Roy Reach war dort sein Vorgesetzter gewesen.Beleg: Mathatronics Mathatron 8-48MII, Old Calculator Museum · Mathatron, zeitgenössische Anzeige und Artikel 1965, Old Calculator Museum

Zum Weiterlesen