1976 · Integrated Keyboard Microcomputer · Werk 966 von 1.871
The office of a physics professor at a university in Detroit on a winter evening, on a broad oak desk a computer with a built-in keyboard forty-eight centimetres wide, its case of bright blue painted sheet steel rising toward the back, on each side a slanted cheek of reddish-brown walnut, behind the keys a plain dark smoked strip, a typewriter keyboard of grey, dark grey and cream-white keys, every key plain, smooth and unmarked, two hands in brown corduroy sleeves resting on the keys, beside it a small black-and-white monitor with a soft even pale glow and a portable cassette recorder, a green-shaded desk lamp, snow falling past the dark window.
Wofür es benutzt wurde
Rechner der Processor Technology Corporation, vorgestellt auf dem Titel von Popular Electronics im Juli 1976, dort als hochintelligentes Terminal beschrieben. Im Gehäuse steckten Intel 8080, Tastatur, Fernsehausgang und Kassettenanschluss; das Bild erzeugte das hauseigene Videomodul VDM-1. Nach Lee Felsensteins Darstellung bei DigiBarn entwarf er selbst den größten Teil der Schaltung, Gordon French war Projektleiter und Hauptkonstrukteur der Mechanik samt Blechgehäuse, Bob Marsh das Netzteil und die Kassettenschnittstelle. Gefertigt wurde von 1976 bis 1979; das Computer History Museum nennt ihn einen der ersten in Serie gebauten vollständigen Personal Computer.
Was daran neu war
Kennzeichnend war, dass Tastatur, Bildausgabe und Kassettenanschluss in einem Gehäuse zusammenkamen, während der Altair 8800 von 1975 nur Kippschalter und Leuchtdioden hatte. Der Gedanke stammte aus der Terminaltechnik: Das Gerät war als einfaches Terminal zur Verbindung mit anderen Geräten gedacht und wurde zum eigenständigen Rechner am S-100-Steckplatzbus. Das Gehäuse bekam Seitenteile aus Nussbaumholz, daher der Spitzname "old woodsides"; eine Bildunterschrift bei DigiBarn spricht von Ahorn, die Anmerkung des Kurators und Hinweise von Besuchern dagegen von Nussbaum.
Was die Quellen offenlassen: Preise für Bausatz und Fertiggerät und Stückzahlen fand ich nur auf Sammlerseiten ohne jede Quellenangabe; sie bleiben deshalb weg. Zur Datierung: DigiBarn gibt die Fertigung mit 1976 bis 1979 an, das Computer History Museum datiert sein Exemplar auf etwa 1978. Felsensteins Angaben zur Arbeitsteilung sind bei DigiBarn referiert, nicht wörtlich zitiert.