The Lenslok

1985 · Optical Copy Protection Device · Werk 991 von 1.871

The living room of a terraced house in England on a winter evening, a small portable colour television on a wooden tea trolley, its curved glass screen glowing with blurred soft bands of red, green and blue, in front of it a hand in a red knitted jumper sleeve holding a narrow flat holder of black grained plastic bent into a shallow C at two hinges, in its middle field a rectangular window of upright crystal-clear prism strips breaking the light into silver glints, its two end fields plain smooth black, on the carpet below a flat black home computer and a small cassette recorder, a standard lamp glowing warm.

Wofür es benutzt wurde
Kopierschutz für Heimcomputerspiele, 1985, erfunden von John Frost und von ASAP Developments vertrieben. Nach dem Laden zeigte das Programm ein verzerrtes Zeichenbild. Der Käufer legte das flache Plastikteil an den Bildschirm, passte mit der Tastatur eine Linie an dessen Breite an, knickte es zu einem C und las durch die Prismen 2 Buchstaben ab; danach erschien ein zweiter Code zum Eintippen, dann startete das Spiel. Das Centre for Computing History führt 10 Titel auf, die es verwendeten, darunter Elite von Firebird, Tomahawk, TT Racer und Fighter Pilot von Digital Integration sowie das OCP Art Studio.
Was daran neu war
Der Einfall war, den Schlüssel in ein optisches Bauteil zu legen statt in ein Handbuch: Ohne das Originalteil sollte eine Raubkopie unspielbar bleiben, und jeder der 10 vom Centre for Computing History aufgeführten Titel brauchte ein eigens codiertes Exemplar. Genau daran scheiterte es, und zwar beim zahlenden Käufer. Das Centre for Computing History nennt die Ausrichtung als überempfindlich — eine leicht falsche Einstellung konnte den Versuch abweisen und in manchen Fällen den Speicher löschen —, die Buchstaben auf kleinen tragbaren Fernsehern als kaum oder gar nicht lesbar, das Plastik als bruchanfällig und Herstellung und Verpackung als teuer. Ein Lenslok für Elite half bei keinem anderen Spiel.

Was die Quellen offenlassen: Guinness World Records nennt 11 Spiele mit Lenslok, das Centre for Computing History führt 10 Titel auf; dort heißt es nicht, die Liste sei vollständig. Guinness datiert den ersten Einsatz bei Elite auf 1984, das Centre for Computing History führt das Gerät unter 1985. Eine Patentschrift oder Stückzahlen waren nicht zu finden.

Zum Weiterlesen