Wheatstone Automatic

1858 · Punched Tape Telegraph · Werk 131 von 1.871

Wheatstone Automatic, 1858, Punched Tape Telegraph

A Wheatstone automatic transmitter in a London telegraph gallery, punched paper tape running between its pecker pins while the three key perforator beside it punches rows of holes into a fresh reel.

Wofür es benutzt wurde
Lochstreifen-Telegrafie auf den langen Leitungen Großbritanniens. Die Electric Telegraph Company setzte das System im Juli 1867 auf der Strecke London-Newcastle ein; später betrieb es die britische Post. Ein Streifen wurde von Hand gestanzt, ein Sender zog ihn über die Leitung, am anderen Ende schrieb ein Empfänger Morsezeichen auf Papierstreifen, die Telegrafisten abschrieben. Das amtliche Merkblatt B.3 des Engineer-in-Chief's Office nennt als Hauptverwendung die Verteilung von Pressetelegrammen im ganzen Land. Personal brauchte es weiterhin: dasselbe Merkblatt rechnet für einen Kreis mit 100 Wörtern je Minute im Simplexbetrieb sechs Bediener, im Duplexbetrieb elf; erst ein Creed-Drucker senkte die elf auf neun.
Was daran neu war
Die Leitung wurde vom Takt der Hand gelöst. Text ließ sich vorher stanzen und dann schneller durchjagen, als ein Taster ihn geben konnte: rund 70 Wörter je Minute bei Inbetriebnahme 1867 nach dem Post Office Electrical Engineers' Journal, gegenüber etwa 25 beim Handmorsen. Der Erste war Wheatstone nicht. Alexander Bain hatte Lochstreifen-Telegrafie schon Jahre vorher gebaut; die Quellen datieren Bains Vorläufer unterschiedlich auf 1843, 1846 oder 1850 und meinen dabei teils verschiedene Apparate. Zwischen Patent (1858) und Einsatz (1867) liegen neun Jahre; das POEEJ 1956 hält beide Daten nebeneinander fest. Die Nummer des britischen Patents von 1858 ließ sich in keiner der geprüften Quellen finden.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausMorse Register1844Der Lochstreifen trägt Morsezeichen: das Science Museum beschreibt den Handperforator als Gerät, mit dem die Bediener Morsecode in den Streifen stanzten, mit drei Tasten für Punkt, Zwischenraum und Strich. Am fernen Ende schrieb ein selbsttätiger Empfänger denselben Code mit Tinte auf Papierstreifen. Neu war das Tempo, nicht die Schrift; Zeichen und Streifenschrift sind die von Morse.Beleg: Science Museum Group Collection: Hand perforator for Wheatstone automatic telegraph system (Objekt co8054874) · Distant Writing: Technical Detail (Wheatstone automatic: Perforator, Sender, Empfänger, der den Code auf Papierstreifen schreibt; London-Newcastle Juli 1867)

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