Crompton Mule

1779 · Spinning Mule · Werk 289 von 1.871

Crompton Mule, 1779, Spinning Mule

Samuel Crompton's spinning mule in a Bolton attic, its wheeled carriage rolled outward on rails away from the roller beam, dozens of spindles drawing fine yarn.

Wofür es benutzt wurde
Samuel Crompton spann zuerst selbst, mit seiner Frau, im Hall i' th' Wood bei Bolton und nach Frenchs Darstellung "with the greatest possible privacy" kleine Mengen des begehrten feinen Garns; später war er Baumwollspinner in der King Street in Great Bolton. Gebraucht wurde das Garn als Schuss für Musselin. Zu den Feinheiten gibt es eine dreifach vermittelte Angabe Cromptons selbst: 14 Shilling je Pfund für Nummer 40, kurz danach 25 Shilling für Nummer 60 und 42 Shilling für eine kleine Menge Nummer 80, die er nur spann, um zu zeigen, dass es möglich war. Baines schrieb 1835, inzwischen seien 350 Strähnen aufs Pfund gesponnen worden, je 840 Yards, zusammen 167 Meilen Faden aus einem Pfund. Crompton starb am 26. Juni 1827 in der King Street; die Bolton Library and Museum Services geben an, seine Schulden hätten sein Vermögen von nur 25 Pfund überstiegen.
Was daran neu war
Die Maschine verband Arkwrights Streckwalzen mit dem hin und her fahrenden Wagen der Jenny, und daraus erklären die Sekundärquellen den Namen; ein zeitgenössischer Beleg dafür ist nicht nachgewiesen. Eine Boltoner Denkschrift vom Mai 1825 (bei French) nennt sie zuerst "Hall-in-the-Wood wheels" und erst "since by the appellation of 'the mule'". Was sie mehr konnte als ihre beiden Eltern, lässt sich aus Cromptons Parlamentspetition ablesen: Mule-Garn drückte den Preis von "sixty hanks water-frame twist", der Water Frame reichte also bis Nummer 60, und der Vorteil der Mule lag oberhalb davon. Die Science Museum Group datiert die Erfindung auf den Zeitraum 1772 bis 1779, nicht auf das Jahr 1779. Ein Patent nahm Crompton nicht: Grace's Guide nennt fehlende Mittel, die Bolton Library and Museum Services schreiben, man habe ihn davon abgebracht, weil Arkwright seine Patente scharf verteidigte - beides ist belegt, keines darf "der Grund" heißen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausSpinning Jenny1764French 1859: Crompton spann mit sechzehn Jahren an einer Jenny mit acht Spindeln und blieb danach fünf Jahre dabei; in der Mule verband er das Walzenstreckwerk mit dem Jenny-Rad von Hargreaves. Baines 1835: Wie die Jenny hat die Mule Spindeln ohne Spulen; doch statt dass die Klemme mit der Lunte zurückgezogen wird, fahren die Spindeln auf einem Wagen zurück.Beleg: Gilbert J. French, The Life and Times of Samuel Crompton, Manchester 1859, S. 35 und 67 (Volltext) · Edward Baines, History of the Cotton Manufacture in Great Britain, London 1835, S. 197-198
  2. Parallel zuWater Frame1769John Kennedy 1830, abgedruckt bei French 1859: Crompton setzte ein zweites, langsamer laufendes Walzenpaar ein, „eine Abwandlung von Arkwrights Walzenbalken“; doch Crompton habe ihm oft gesagt, er habe beim Bau seiner Maschine nichts von Arkwrights Entdeckung gewusst. French folgert, Crompton habe mit dem bloßen Hinweis, dass man Walzen benutze, das System neu erfunden.Beleg: Gilbert J. French, The Life and Times of Samuel Crompton, Manchester 1859, S. 65-67 (Volltext; zitiert John Kennedys Vortrag von 1830)
  3. Wirkt zusammen mitMill Rotative Engine1782Grace's Guide: Kennedy und McConnel spannen ab 1791 auf Mules und waren lange die einzigen Hersteller von Cromptons Mule; für ihre Old Mill in Ancoats bestellten sie im Juni 1797 eine 16-PS-Maschine bei Boulton und Watt. Nach der Stadtgeschichte „City of Capital and Labour“ setzten sie und die Brüder Adam und George Murray Boulton und Watts rotierende Balanciermaschine zum Antrieb der Mule ein.Beleg: City of Capital and Labour, Kapitel 2: The 'Shock City' of Industrial Capitalism, c.1780-c.1840, Open Book Publishers 2025 (Tom Saunders) · Grace's Guide to British Industrial History: McConnel and Kennedy

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