Burkhardt Arithmometer

1878 · Stepped Drum · Werk 409 von 1.871

Burkhardt Arithmometer, 1878, Stepped Drum

A stepped-drum calculating machine in a heavy wooden case with brass corner protectors, sliding setting levers in parallel slots across the brass top plate, a small index scale of the digits 0 to 9 engraved beside each slot, two rows of small round result windows, each window showing the single digit 0, a plain rectangular brass maker's plate screwed to the front edge, a crank at the right end, every other surface plain polished brass and dark varnished wood, a cast maker's line on the lacquered top plate reading "Arth. Burkhardt", standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left catching the brass corners of the case.

Wofür es benutzt wurde
Arthur Burkhardt baute in Glashütte in Sachsen Staffelwalzenmaschinen nach dem Muster des französischen Thomas-Arithmomètre. Das Arithmeum benennt den Vorteil nüchtern: er bestand darin, "dass sie für Reparatur- und Wartungsarbeiten nicht mehr nach Paris, sondern nur nach Sachsen geschickt werden musste." 1892 waren drei Modelle zu haben: sechsstellig für 375 Mark, achtstellig für 475 Mark, zehnstellig für 675 Mark. Nach dem auf glashuetteuhren.de zitierten Rechnerlexikon waren 1892 gerade 500 Maschinen fertiggestellt; dazu kommen Seriennummern: Nummer 248 wurde nach glashuetteuhren.de am 15. Oktober 1887 verkauft, Nummer 627 verließ 1895 das Werk, das Smithsonian datiert Nummer N1197 auf etwa 1900. Den Boden hatte nach rechnerlexikon.de die Glashütter Uhrenindustrie mit ihren ausgebildeten Facharbeitern bereitet.
Was daran neu war
Neu war die Fertigung, nicht die Mechanik. Johnston hält fest, dass Arithmometer-Nachbauten zuerst in Deutschland bei Burkhardt entstanden und erst etwas später in Britannien; wo Thomas in Paris nach Seberts Zahlen kaum hundert Maschinen im Jahr absetzte, lief hier eine deutsche Serienfertigung an. Die Jahreszahl ist dabei eher ein Firmen- als ein Maschinenjahr (Arithmeum: gebaut ab 1878): Burkhardt traf nach rechnerlexikon.de im Oktober 1878 in Glashütte ein, gerufen von Curt Dietzschold, und die Fertigung des Modells A begann nach glashuetteuhren.de erst 1880. Zwei Umkehrungen. Am 1. September 1895 gründeten die früheren Burkhardt-Fachleute Eduard Zeibig, Eugen Straßberger und J. Schumann in derselben Stadt die Konkurrenzfirma Saxonia; 1920 wurde sie mit Burkhardt verschmolzen, 1929 wurde die Firma aufgelöst. Und der Vorteil, nicht nach Paris schicken zu müssen, löste sich auf: nach dem Smithsonian wurde die deutsche Fassung der Maschine im frühen 20. Jahrhundert in Paris verkauft.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThomas Arithmomètre1851Arthur Burkhardt beschränkte sich bei der Konzeption seiner ab 1878 in Glashütte gebauten Maschine auf eine geringfügig veränderte Kopie des Arithmomètre von Thomas. Es war die erste deutsche Staffelwalzenmaschine in Serienfertigung.Beleg: Das Arithmometer von Arthur Burkhardt (Arithmeum, Universität Bonn) · Stephen Johnston, Making the arithmometer count (History of Science Museum, University of Oxford)

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