Saxonia

1895 · Stepped Drum · Werk 412 von 1.871

Saxonia, 1895, Stepped Drum

A compact German stepped-drum calculating machine, black enamelled body with fine gold-lined edges, nickel-plated setting slides in parallel slots across the top, small round numeral windows in two staggered rows, each window showing the single digit 0, a crank with a turned wooden grip at the right, a plain nickel plate on the front edge, every other surface plain black enamel and nickel, standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left catching the gold lining of the edges.

Wofür es benutzt wurde
Staffelwalzen-Vierspeziesmaschine aus Glashütte in Sachsen, mit Handkurbel und Schiebereinstellung. Das Arithmeum-Exemplar der Saxonia 1 (Nr. 1060) rechnet 6 x 7 x 12 Stellen, wiegt 7,3 kg und stammt aus der Produktionszeit 1895 bis 1901 (Baujahr ca. 1900); zum Löschen und Einstellen musste der Schlitten angehoben werden, das Umdrehungszählwerk hatte keinen Zehnerübertrag. Verkauft wurde sie auch im Ausland: in den USA vertrieb der Händler Reuter Saxonia-Maschinen als "Reuter's Multiplying and Dividing Machine". Gegründet hatten die Werkstatt am 1. September 1895 Eduard Zeibig, Eugen Straßberger und J. Schumann - alle drei vorher bei A. Burkhardt in Glashütte, dem sie damit Konkurrenz machten. Das Rechnerlexikon nennt rund 12.000 Maschinen zwischen 1895 und 1914, bei 20 bis 25 Arbeitern und 40 Werkzeugmaschinen. 1920 mussten Saxonia und Burkhardt fusionieren, 1929 war Konkurs.
Was daran neu war
Nicht das Prinzip. Die Staffelwalze war seit Thomas' Arithmomètre in Serienfertigung, und Burkhardt entwickelte in Glashütte ab 1878 nach dem Vorbild der Thomas-Maschine eine eigene. Neu war die Detailarbeit: das Rechnerlexikon nennt eine Drehhebeleinstellung, die eine staubdichte Verkapselung erlaubte, und ab 1901 die Momentlöschung per Zughebel statt Radlöschung - damit wurde aus der Saxonia 1 die Saxonia 2. Die Volltastatur, auf die sich Saxonia nach 1920 beschränkte, während Burkhardt darauf verzichtete, kam erst 1919 zum Patent (DRP 338902), also fast ein Vierteljahrhundert nach der Gründung und ein Jahr vor der Zusammenlegung mit Burkhardt.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausBurkhardt Arithmometer1878Die Gründer der Rechenmaschinenfabrik Saxonia in Glashütte - Zeibig, Strassberger und Schumann, 1. September 1895 - hatten ihre Erfahrung im Rechenmaschinenbau bei A. Burkhardt erworben. Laut Arithmeum unterschieden sich die ersten Maschinen nicht von Burkhardts Modell; Schaltprinzip und Zehnerübertragung waren im Wesentlichen die seinen.Beleg: Arithmeum, Sammlung Rechnen einst: Saxonia 1

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