Bollée's Multiplication Machine

1889 · Multiplication Plate · Werk 429 von 1.871

Bollée's Multiplication Machine, 1889, Multiplication Plate

A large calculating machine with a bed of small vertical steel pins of graded heights forming a physical multiplication table, the pin bed the dominant form, a heavy carriage riding above the pin bed on rails, a wheel-and-crank drive on the side with a turned wooden handle, a row of numeral windows on the carriage, each window showing the single digit 0, every other surface plain iron and brass, standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left raking across the pins so their graded heights read as a stepped landscape.

Wofür es benutzt wurde
Ein belegter Arbeitseinsatz fehlt; nach dem Arithmeum baute Bollée nur wenige Exemplare. Das Smithsonian gibt für sein Exemplar, datiert um 1892, die Maße 45,5 x 104 x 38 Zentimeter an; das Arithmeum nennt für das Original über 80 Kilogramm und über einen Meter Breite. Das ist kein Bürogerät, sondern ein Möbel. Das Exemplar des Musée de Tessé in Le Mans hat das Arithmeum in Bonn für eine Ausstellung zerlegt und restauriert.
Was daran neu war
Der Multiplikationskörper speichert das ganze Einmaleins mechanisch: Multiplikand und Multiplikator werden eingestellt, dann greifen Stangen das Produkt ab und übertragen es — eine Operation je Stelle des Multiplikators statt mehrerer Kurbelumdrehungen. Verea hatte die unmittelbare Multiplikation 1878 schon mit Lochtiefen in Prismen gelöst, Bollée löste sie mit unterschiedlich großen Stiften. Die Jahreszahlen gehören verschiedenen Sorten: 1889 ist das Jahr der Goldmedaille auf der Pariser Weltausstellung, der knapp Achtzehnjährige hatte die Maschine nach bibnum schon zwischen Februar und April 1888 fertig, und das US-Patent 556720 wurde erst am 17. März 1896 erteilt. Verkauft wurde das Prinzip von anderen: wenige Jahre später patentierte Otto Steiger einen Direktmultiplikator, der sich als Millionär gut verkaufte. Das HNF schreibt, den Einmaleinskörper habe der Hersteller Hans W. Egli von Bollée übernommen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Begegnung mitTour Eiffel1889Weltausstellung Paris 1889: Léon Bollée stellte dort seine Multiplikationsmaschine aus und erhielt eine Goldmedaille, die auch auf dem Messingschild der Maschine vermerkt ist. Der Eiffelturm war nach Angabe der Library of Congress die Hauptattraktion derselben Ausstellung.Beleg: Smithsonian NMAH, Bollée Calculating Machine · Library of Congress, Prints & Photographs: Paris Exposition of 1889

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