Curta Type I

1948 · Stepped Drum · Werk 438 von 1.871

Curta Type I, 1948, Stepped Drum

A small cylindrical calculator that fits in a closed hand, a ring of setting sliders around its black body with a small index scale of the digits 0 to 9 beside each slider, a knurled crank on top, a split reading ring of white numerals encircling the crown, each window of the ring showing the single digit 0, every other surface plain black finish and bright steel, standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left raking down the ring of sliders.

Wofür es benutzt wurde
Eine Vierspeziesmaschine für die Hand, acht Stellen Eingabe, sechs im Umdrehungszähler, elf im Resultatwerk, aus knapp 600 Einzelteilen. Nach Cliff Stoll rechneten damit Ingenieure, Vermesser und reisende Buchhalter; er erzählt von einem Prüfer, der in einer New Yorker Bank ohne aktentaschengroße Rechenmaschine die Bücher auf den Cent genau abstimmte. Sportwagenfahrer übernahmen sie für Rallyes, weil sie anders als frühe elektronische Rechner von Stößen, Vibrationen und Spannungsspitzen unbeeindruckt blieb. Eine Anzeige der 1960er Jahre im Scientific American nennt 125 Dollar.
Was daran neu war
Dass alle vier Grundrechenarten in eine Tasche passten, machte die einzige Staffelwalze mit den Komplementzähnen möglich; vorher war eine Tischmaschine das Mindeste. Das Liechtensteinische Landesmuseum hält fest, die Curta habe über die ganze Produktzeit keine wirkliche Konkurrenz gehabt — die Alpina-Werke kamen erst 1959 mit einem Prototyp. Die Jahreszahl 1948 ist dabei kein Verkaufsjahr: nach Hansjörg Nipp entstanden in diesem Jahr etwa hundert Maschinen, und wegen erheblicher technischer Schwierigkeiten wurde keine verkauft; den Namen Curta trug sie erst ab April 1949, vorher Liliput und Contina. Der Widerhaken folgte nach Cliff Stoll dem Verkaufsstart, den er auf 1948 legt: ein halbes Jahr danach wollte ein amerikanisches Warenhaus 10000 Stück, der Finanzdirektor hielt das für mehr, als die Firma leisten könne, und lehnte ab, womit die Maschine beim Versandhandel blieb.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausHerzstark's Drawing Table1943Herzstark wurde 1943 nach Buchenwald gebracht und zeichnete dort, mit Erlaubnis des Gustloff-Werks, sonntags und abends an der Curta; bei Kriegsende war die Bleistiftzeichnung nach eigener Aussage fertig. Danach baute Rheinmetall unweit von Weimar binnen acht Wochen drei Prototypen. In Serie ging die Curta bei Contina in Liechtenstein, verkauft ab spätestens 1949.Beleg: Oral history interview with Curt Herzstark, interviewed by Erwin Tomash, 10-11 September 1987, Nendeln (Liechtenstein). OH 140, Charles Babbage Institute, University of Minnesota - Transkript mit Abstract (86 S., deutsch/englisch) · Curta Type I Calculating Machine - National Museum of American History, Smithsonian Institution (Objekt nmah_690690)

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