The Pyry Forest Handover

1939 · Enigma Doubles · Werk 445 von 1.871

The Pyry Forest Handover, 1939, Enigma Doubles

A low concrete room of an underground cipher-bureau bunker, bare concrete walls and a vaulted ceiling, a single caged electric bulb hanging from the ceiling, two wooden crates standing open on the concrete floor, an Enigma replica packed in wood wool inside one of them, papers and wiring diagrams stacked in the other, a plain wooden table with a second machine under a cloth, a steel door standing ajar onto a dark corridor.

Wofür es benutzt wurde
Zusammenkunft in der Funkaufklärungsstelle des Biuro Szyfrów in Pyry bei Warschau. Die polnische Seite legte den britischen und französischen Gästen offen, was sie seit 1932 über die gesteckerte Heeres-Enigma wusste, und übergab nachgebaute Maschinen. Ein von Joel Greenberg wiedergegebener Brief Tadeusz Lisickis datiert das Treffen auf den 25. und 26. Juli 1939 und nennt für die britische Seite Alastair Denniston und Dillwyn Knox; das Wissenschaftsportal der Polnischen Presseagentur PAP nennt den 25. Juli 1939. Nach Lisicki, der sich auf Oberst Mayer beruft, gingen zwei Enigma-Nachbauten im Diplomatengepäck per Schiff von Gdynia nach Frankreich, und eine davon brachte Gustave Bertrand später nach London.
Was daran neu war
Übergeben wurde nicht nur ein Gerät, sondern ein Zugang: dass die Enigma mit Permutationsrechnung angreifbar ist und nicht mit Sprachgefühl. Marek Grajek, Verfasser von "Enigma. Bliżej prawdy", hält fest, der Bruch habe vorher als unmöglich gegolten und der polnische Erfolg beruhe auf mathematischen statt linguistischen Verfahren. Auch die Teilnehmerliste ist nicht fehlerfrei überliefert: Lisickis Brief bei Greenberg führt für die britische Seite "Menzies incognito" auf, Greenberg berichtigt das in einer Fußnote zu Sandwith. Der Widerhaken ist das Datum. Zwischen der Übergabe und dem deutschen Angriff auf Polen lagen fünf Wochen; die Polen gaben alles ab, was sie hatten, und arbeiteten danach im Exil weiter, zuerst in Frankreich.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Begegnung mitThe Bomba Kryptologiczna1938Am 25. und 26. Juli 1939 trafen sich polnische, französische und britische Kryptoanalytiker bei Warschau, im polnischen Entzifferungszentrum Pyry; für Großbritannien kamen Alastair Denniston und Dilly Knox. Dort erfuhren die Gäste von Entwurf und Bau der bomba kryptologiczna, die GCHQ das erste elektromechanische Gerät zur Unterstützung der Kryptoanalyse nennt.Beleg: GCHQ: The Pyry Forest Meeting · Agencja Wywiadu (Polen): Enigma decryption · Gordon Welchman, From Polish Bomba to British Bombe: The Birth of Ultra, Intelligence and National Security 1:1 (1986), S. 71-110
  2. Folgt ausEnigma I with Plugboard1932In Pyry im Kabacki-Wald bei Warschau übergaben die Polen am 25. und 26. Juli 1939 zwei in Polen rückentwickelte Nachbauten der deutschen Maschine, je einen für Frankreich und Großbritannien, dazu ihre Methoden. Diese Enigma-Doppel stammten aus der polnischen Rekonstruktion der gesteckerten Militärmaschine.Beleg: Elizabeth Bruton u. a.: Zygalski sheets - Polish codebreaking and the role of reconstruction in the Top Secret exhibition at the Science Museum. Science Museum Group Journal (Ort, Enigma Double) · Jennifer Wilcox: Solving the Enigma - History of the Cryptanalytic Bombe. Center for Cryptologic History, National Security Agency (Datum 25./26. Juli 1939)

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