The Bomba Kryptologiczna

1938 · Bomba · Werk 444 von 1.871

The Bomba Kryptologiczna, 1938, Bomba

A wooden cabinet the height of a desk carrying six full sets of cipher rotors on vertical shafts along its top, each set a stack of three brass rimmed discs, the six sets arranged in a row and driven together by a single electric motor through a belt and shafts, a bank of electrical relays mounted on the panel behind, thick cloth covered cables looping from the rotor sets down to a panel of plug sockets, a switch and a signal bell at the side, the machine standing in a workshop room of the late 1930s, one bare bulb in a tin shade hanging low above the rotor sets, oil stains on the wooden floor, a workbench with tools receding into the dark.

Wofür es benutzt wurde
Elektromechanische Suchmaschine des Biuro Szyfrów. Sechs Stück, je eine für eine der sechs damals möglichen Walzenlagen, baute die Warschauer Firma AVA Wytwórnia Radiotechniczna nach David Links Untersuchung im November 1938. Jede enthielt sechs Enigma-Walzensätze, die ein Elektromotor durchdrehte. Gesucht wurden "Weibchen", also gleiche Geheimtextbuchstaben an den Positionen 1-4, 2-5 und 3-6 des doppelt verschlüsselten Spruchschlüssels. Ein Durchlauf aller 17.576 Stellungen auf sechs parallel laufenden Bomby dauerte nach Link etwa 100 bis 120 Minuten, bei zwei bis drei geprüften Stellungen je Sekunde.
Was daran neu war
Als erste kryptanalytische Maschine gegen die Enigma, so der IEEE-Meilenstein, übernahm die Bomba nicht das Nachschlagen, sondern das Suchen selbst: Sie prüfte Stellung für Stellung und hielt an, wenn eine Bedingung erfüllt war. Der Preis war die Abhängigkeit von einem Verfahren der Gegenseite, dem doppelt gesendeten Spruchschlüssel. Der Widerhaken kam innerhalb eines Monats: Im Dezember 1938 gab die Wehrmacht zwei weitere Walzen aus, die Zahl der Walzenlagen stieg von 6 auf 60, und aus sechs Bomby hätten sechzig werden müssen. Dass die britische Bombe von 1940 eine Kopie gewesen sei, bestreitet Joan Murray, die selbst in Bletchley Park arbeitete: die polnische Maschine sei "very primitive" gewesen, die entscheidenden logischen Verbesserungen 1940 in Britannien hinzugekommen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Begegnung mitThe Pyry Forest Handover1939Die bomba kryptologiczna entwickelten Marian Rejewski und seine Kollegen im polnischen Biuro Szyfrów im September 1938. Im Juli 1939 erfuhren in Pyry bei Warschau die französischen Gäste und für Großbritannien Denniston und Knox von ihr; Welchman schreibt, die Polen hätten Knox von der bomba und dem Zyklometer berichtet. GCHQ hält fest, dass die polnische Seite deutlich weiter war.Beleg: GCHQ: The Pyry Forest Meeting · Agencja Wywiadu (Polen): Enigma decryption · Gordon Welchman, From Polish Bomba to British Bombe: The Birth of Ultra, Intelligence and National Security 1:1 (1986), S. 71-110
  2. Folgt ausEnigma I with Plugboard1932Die Bomba entstand nach Rejewskis Plänen und wurde von der AVA Radio Manufacturing Company gebaut, die auch die polnischen Enigma-Nachbauten fertigte; nach der NSA glich sie drei verbundenen Paaren solcher Nachbauten. Sie sollte die über 17.000 Walzenstellungen durchprobieren. Zusammen mit Zygalskis Lochblättern fand sie das ganze Jahr 1938 hindurch Lösungen in zwei Stunden oder weniger.Beleg: Jennifer Wilcox: Solving the Enigma - History of the Cryptanalytic Bombe. Center for Cryptologic History, National Security Agency

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