Enigma M3

1940 · Kriegsmarine M3 · Werk 449 von 1.871

Enigma M3, 1940, Kriegsmarine M3

A naval cipher machine in its wooden case with the removable top lid lifted off, a row of three cipher rotors side by side under a lockable rotor cover, the rotor rims engraved with a ring of capital letters, a lampboard of small round windows each bearing a single capital letter, a keyboard below with each key cap bearing a single capital letter, a plugboard of sockets in alphabetical rows at the front, a printed slip clipped inside the lid showing only blank ruled columns, beads of condensation on the metal rotor cover and hinges, the machine on a steel shelf in a cramped ship compartment, a single caged bulb above at an angle, rivets and grey painted steel behind fading into darkness.

Wofür es benutzt wurde
Die Marineausführung der Enigma, der Funkschlüssel M, im Aufbau wie die Heeresmaschine, aber mit einem Vorrat von acht Walzen und einem eigenen, strengeren Schlüsselverfahren. Sie deckte den Funkverkehr der U-Boote und Überwasserschiffe. Im Jahr 1940 kam Bletchley Park erstmals an ihr vorbei, und zwar mit Beutematerial und mit Hilfe der ersten Bombe: Ralph Erskine schreibt, Hütte 8 habe im Juni und Juli 1940 mit Klar- und Geheimtext vom Vorpostenboot VP 26 den Marinefunk von sechs Tagen des April 1940 gelöst.
Was daran neu war
Neu gegenüber der Heeres-Enigma war nicht die Maschine, sondern die Disziplin um sie herum: drei zusätzliche Walzen, über die nur die Marine verfügte, Walzen mit zwei statt einer Kerbe, und ein Spruchschlüssel- verfahren ohne die doppelte Übertragung. Damit fielen genau die Ansatzpunkte weg, von denen die polnischen Verfahren gelebt hatten. Der Widerhaken: Die drei Marinewalzen, die den Vorsprung sichern sollten, gingen als Beutestücke verloren. Nach Erskine bekamen die Briten die Walzen VI und VII am 12. Februar 1940 von der Besatzung von U 33, Walze VIII im August 1940.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausEnigma I with Plugboard1932Nach dem Crypto Museum folgte die Kriegsmarine der Enigma I der Wehrmacht 1934 mit der M1, auf die 1938 die M2 und 1940 die M3 folgten; diese war auf dem Chassis der Enigma I gebaut und funktional mit ihr identisch. Erskine: Die M3 entsprach der Maschine von Heer und Luftwaffe, kam aber mit drei zusätzlichen Walzen VI, VII und VIII, die allein die Marine benutzte.Beleg: Ralph Erskine: Breaking Naval Enigma (Dolphin and Shark) · Enigma M3 (Crypto Museum) · Enigma M4 (Crypto Museum)
  2. Wirkt zusammen mitThe Rotor Set1938Die M3 nimmt drei Walzen aus dem Satz. Erskine: Sie glich der Maschine von Heer und Luftwaffe, erhielt aber drei zusätzliche Walzen, VI, VII und VIII, allein für die Marine. Diese trugen je zwei gegenüberliegende Kerben bei H und U und schalteten die Nachbarwalze daher häufiger weiter. VI und VII wurden am 12. Februar 1940 der Besatzung von U 33 abgenommen.Beleg: Ralph Erskine, Breaking Naval Enigma (Dolphin and Shark) · Enigma Variations: An Extended Family of Machines

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