Enigma M4

1942 · Four-Rotor Naval Enigma · Werk 450 von 1.871

Enigma M4, 1942, Four-Rotor Naval Enigma

A naval cipher machine in its wooden case with the lid removed, the rotor cover at the top with four small square windows in a row, behind them four cipher rotors standing upright side by side on one spindle, the leftmost rotor visibly thinner than the other three and paired with a narrow reflector beside it, only the serrated brass thumb rims of the rotors showing through slots in the cover, below the cover a lampboard of twenty-six small round glass lamp windows in three rows, below the lampboard a keyboard of three rows of round black keys, below the keyboard in the front face of the case a plugboard of pairs of sockets with short black cables plugged in, a small hinged wooden flap folded down in front of it, the machine standing on a steel shelf in a submarine radio room, a single shaded lamp above at an angle, brass rims and black bakelite catching the light, pipes and grey steel fading into darkness behind.

Wofür es benutzt wurde
Vierwalzige Marine-Enigma, die am 1. Februar 1942 im Schlüsselkreis Triton in Dienst ging - dem Netz der Atlantik- und Mittelmeer-U-Boote, von Bletchley Park Shark genannt. Neben die drei fortschaltenden Walzen trat eine vierte, feststehende "griechische" Walze, Beta oder Gamma, dazu eine dünne Umkehrwalze, damit alles in das Gehäuse der dreiwalzigen M3 passte. Bletchley Park verlor damit den Zugriff auf den U-Boot-Funk. Wie lange, geben die Quellen verschieden an: Erskine schreibt, man sei gegen Shark über zehn Monate blind gewesen, der Bletchley Park Trust nennt neun Monate.
Was daran neu war
Neu war die vierte Walze. Entscheidend wurde aber eine Entwurfsentscheidung ohne kryptographischen Zweck: Die M4 musste mit den dreiwalzigen Maschinen weiter verkehren können. Erskine schreibt dazu: "at one setting of beta, M4 was completely compatible with M3, which was M4's undoing." Genau in diesem Zustand gingen die kurzen Wetterfunksprüche hinaus. Als eine Gruppe von HMS Petard am 30. Oktober 1942 die zweite Ausgabe des Wetterkurzschlüssels aus U 559 holte - Anthony Fasson und Colin Grazier kamen dabei um, der sechzehnjährige Tommy Brown überlebte -, hatte Hütte 8 wieder Cribs; ein Bombe-Lauf über 60 Walzenlagen im M3-Modus dauerte nach Erskine etwa 17 statt 442 Stunden. Am 13. Dezember 1942 meldete Bletchley Park der OIC die Standorte von über zwölf Atlantik-U-Booten.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausEnigma M31940Die M4 folgte auf die M3 und war nach dem Crypto Museum auf deren Chassis gebaut. Erskine nennt sie keine echte Vierwalzenmaschine: Die vierte Walze Beta war die rechte Hälfte einer geteilten Umkehrwalze und nicht mit den Walzen I bis VIII austauschbar. In einer Stellung von Beta war die M4 voll mit der M3 verträglich – und das wurde ihr zum Verhängnis.Beleg: Ralph Erskine: Breaking Naval Enigma (Dolphin and Shark) · Enigma M4 (Crypto Museum) · The Breaking of German Naval Enigma (Tony Sale, Codes and Ciphers Heritage Trust)

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