Typex Mark II

1937 · Typex · Werk 456 von 1.871

Typex Mark II, 1937, Typex

A British cipher machine with a row of five cipher rotors side by side behind the keyboard, the rotor rims engraved with a ring of capital letters, two large black cylindrical printing units mounted side by side above, a narrow paper tape emerging from each, both tapes blank, a keyboard of three rows set low at the front with each key cap bearing a single capital letter, the whole in a painted steel case, standing on a plain wooden table, a single work lamp from above at an angle, black enamel and brass rotor rims catching the light, the signals office behind in darkness.

Wofür es benutzt wurde
Britische Schlüsselmaschine für Luftwaffe und Heer, von Creed & Company aus einem Prototyp der RAF Wireless Establishment in Kidbrooke weiterentwickelt. Group Captain O. G. Lywood hatte 1934 eine Enigma ausgeliehen und untersucht; er arbeitete nach der Darstellung von jproc.ca mit Flight Lieutenant Coulson, dem Werkmeister E. W. Smith und Sergeant Albert Lemon. Das Gerät druckte Klar- und Geheimtext gleichzeitig auf Papierstreifen und hatte zwei feststehende Eintrittswalzen. Am 14. Juni 1937 bewilligte das Cipher Committee 350 Maschinen der Bauart Mk II zu je 107 Pfund 8 Schilling. Bis September 1941 waren 3.232 Mk II gebaut.
Was daran neu war
Neu war nicht das Rotorprinzip - Lywood baute erklärtermaßen auf der kommerziellen Enigma auf - sondern die Verbindung zweier Dinge, die sie nicht hatte: der Streifendruck, der den zweiten Mann am Gerät überflüssig machte, und zwei feststehende Eintrittswalzen. Der Widerhaken liegt im Ruf der Unbrechbarkeit. Die britische Untersuchung von 1943 kam zu keinem Ergebnis und wurde bis Kriegsende liegen gelassen; der Aufsatz "The Typex Scare of 1943" zieht aus der Nachkriegsauswertung den Schluss, Typex-Sprüche seien wahrscheinlich gelesen worden - aber aufgrund von Beute auf dem Gefechtsfeld, nicht durch allgemeine Kryptanalyse. Gefangene sagten aus, nach der Beute von Tobruk habe man die Maschine einstellen und Sprüche entziffern können (TNA HW 40/88).

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitSIGABA1940Im Juni 1942 wurde vereinbart, dass die US Navy Zusätze entwirft, die SIGABA und Typex in eine gemeinsame Maschine verwandeln: die Typex mit CCM-Adapter (CCM Mark III), die SIGABA mit CCM-Walzenkorb (CCM Mark II). Den Adapter trug die Typex Mark 23, eine umgebaute Mark II. Ab November 1943 lief das begrenzt zwischen Royal Navy und US Navy, ab April 1944 bei allen fünf Diensten.Beleg: Crypto Cellar Research: Combined Cipher Machine (CCM) · Typex (Crypto Museum) · SIGABA (Crypto Museum)

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