Siemens T52 Geheimschreiber

1932 · T52 Cipher Attachment · Werk 461 von 1.871

Siemens T52 Geheimschreiber, 1932, T52 Cipher Attachment

A large cipher teleprinter on its own heavy steel table, ten pin wheels in a row behind a hinged cover on the upper deck, each wheel with a different number of segments, a teleprinter keyboard and paper strip printer below with each key cap bearing a single capital letter, thick cables running from the back of the machine down into a duct in the floor, a die cast chassis on a wooden base plate, the whole in grey enamel, a single work lamp from above at an angle, brass wheel rims and black keys catching the light, the teleprinter room behind in darkness.

Wofür es benutzt wurde
Fernschreiber mit eingebautem Chiffrierteil für den Fernschreibverkehr über Leitungen. Zehn Räder mit 73, 71, 69, 67, 65, 64, 61, 59, 53 und 47 Stellungen; fünf davon addieren Bits auf den Klartext, die anderen fünf steuern über Relais eine Vertauschung der fünf Impulse. Die Nocken der Räder lagen nach der Darstellung auf cryptocellar fest und ließen sich nicht ändern. Benutzt wurde das Gerät für militärischen und diplomatischen Verkehr; dieselbe Quelle datiert die Einführung des T52c auf den 21. Juli 1942 und die des T52ca auf den 23. Februar 1943. Ab dem 14. April 1940 führte Deutschland den Verkehr zwischen Berlin und dem besetzten Oslo über das schwedische Westküstenkabel — durch ein neutrales Land.
Was daran neu war
Nicht neu war das Addieren eines Schlüsselstroms; das tat schon eine Maschine, die das U.S. Signal Corps im Ersten Weltkrieg mit AT&T baute, und die Lorenz SZ tat nichts anderes. Das Besondere am T52 war die Verbindung beider Verfahren in einem Gerät: Addition und eine mechanisch gesteuerte Vertauschung der fünf Impulse. Was das wert war, zeigte sich 1940. Die NSA-Darstellung hält fest, dass am 21. Mai 1940 eine schwedische Abhörgruppe eingerichtet wurde und Arne Beurling, Mathematikprofessor in Uppsala, Mitte Juni ein mathematisches Modell der Maschine vorlegen konnte — ohne Gerät, ohne Beutematerial, gestützt darauf, dass Bediener mehrfach denselben Schlüssel verwendeten. Schwedische Ingenieure bauten danach über dreißig Entzifferungsmaschinen. Bis der Verkehr Anfang 1944 unlesbar wurde, waren 300.000 Sprüche gelöst.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Parallel zuLorenz SZ401940Zwei deutsche Schlüsselmaschinen für hochrangige Fernschreibverbindungen, von zwei Herstellern: den T52 baute Siemens & Halske, den Schlüsselzusatz SZ40 die Firma Lorenz. Den T52 übernahmen Luftwaffe und Marine, die SZ40/42 waren eine Entwicklung des Heeres. Die T52-Räder waren aus Bakelit gepresst und trugen ein festes Muster, die Lorenz-Räder verstellbare Metallnocken.Beleg: Cryptologic Almanac: The Breaking of Geheimschreiber (NSA, declassified) · Frode Weierud, Bletchley Park's Sturgeon, the Fish that Laid No Eggs, The Rutherford Journal

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