The Diagonal Board

1940 · Welchman's Diagonal Board · Werk 472 von 1.871

The Diagonal Board, 1940, Welchman's Diagonal Board

The rear of a cryptanalytic machine, a dense lattice of six hundred and seventy-six wires soldered between two rows of terminals, the wires crossing diagonally in a thick woven mass that hides the panel behind, vertical strips of cable sockets in groups of three along the rear, cloth covered cables bundled down the sides, a bronze coloured cabinet frame around it, a single work lamp from above at an angle, tinned copper and brass terminals catching the light, the hut behind in darkness.

Wofür es benutzt wurde
Zusatzgerät an der britischen Bombe in Bletchley Park, der elektromechanischen Maschine, die Walzenlagen und Steckerannahmen der deutschen Enigma durchprobierte. Jede Bombe trug nach dem Rutherford Journal 36 Sätze von je drei Walzen, in drei Bänken zu zwölf; ein Durchlauf dauerte etwa 18 Minuten und prüfte drei Walzenlagen gleichzeitig. Das Brett verdrahtete die Vertauschbarkeit des Steckerbretts: ist G auf R gesteckt, dann R auf G. Das Technikmuseum TNMOC nennt die erste Maschine dieser Bauart, Agnus Dei oder Agnes, ab August 1940 einsatzbereit. Am Ende des Krieges liefen 211 Bomben, bedient von fast 1676 WRNS-Frauen und 263 RAF-Angehörigen, gegen täglich 3000 bis 5000 abgehörte Enigma-Funksprüche.
Was daran neu war
Nicht eine Maschine gegen Enigma - die polnische Bomba und Turings Entwurf waren früher. Neu war eine Verdrahtung, die das Steckerbrett aus der Rechnung nahm. Turings Verfahren brauchte nach dem Rutherford Journal Menüs mit mindestens drei geschlossenen Schleifen; Welchmans Brett zog Schlüsse aus der Vertauschbarkeit jedes Steckerpaares, so dass kürzere Cribs mit wenigen oder keinen Schleifen brauchbar wurden. Das Bombe Rebuild Project gibt die Verkleinerung des Suchraums mit 158 Millionen Millionen Millionen auf 1.054.560 Möglichkeiten an. Der Preis: die Maschine lieferte keine Entschlüsselung, sondern eine Vorauswahl. Auch mit dem Brett blieben laut Rutherford Journal bei einem üblichen Menü etwa vier Fehlhalte je geprüfter Walzenlage, die von Hand auszuschließen waren.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitThe Turing–Welchman Bombe1940Welchmans Diagonalbrett nutzt aus, dass das Steckerbrett der Enigma wechselseitig verdrahtet ist: steckt A auf B, dann auch B auf A. Es ist als quadratische Matrix in den Spalten 1, 4 und 7 des Relaisgatters an der Rückseite der Bombe fest verdrahtet, 338 Drähte je Spalte. GCHQ nennt es eine einschneidende Verbesserung von Turings Bombe.Beleg: GCHQ: Gordon Welchman · Bombe Rebuild Trust: Bombe Description · B. Naskręcki (Adam-Mickiewicz-Universität Posen), Kapitel 12: Bletchley Park and the Bombe
  2. Folgt ausEnigma I with Plugboard1932Welchman entwarf das Diagonalbrett für die wechselseitige Natur des Enigma-Steckerbretts: ist G auf R gesteckt, dann ist R auf G gesteckt. Das Brett besteht aus 26 Buchsen mit je 26 Kontakten und ist fest so verdrahtet, dass A auf f und F auf a führt. Damit fiel das Steckerbrett aus der Rechnung der Bombe heraus.Beleg: Turing Welchman Bombe Rebuild Project: Enter Turing and Welchman · Turing Welchman Bombe Rebuild Project: Bombe Description · Center for Cryptologic History (NSA): Solving the Enigma - History of the Cryptanalytic Bombe

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