The Oliver No. 3

1901 · Downstrike · Werk 526 von 1.871

The Oliver No. 3, 1901, Downstrike

A green enamelled typewriter whose typebars stand in two tall inverted-U towers on either side of the platen, the bars arched up and over like the ribs of a bridge, striking downward onto the paper, the typed line fully visible between the towers, three curved rows of keys, each key cap bearing a single capital letter, the frame olive green with thin gilt striping, a plain sheet of paper in the platen, the machine on a flat desk beneath a tall window on the left, an electric bulb in a green shade hanging on a cord above the desk, a wooden vertical file and a roll-top desk behind, the office reaching into shadow with dark unlit figures at the distant desks.

Wofür es benutzt wurde
Die Oliver war eine Büroschreibmaschine mit sichtbarer Schrift, erkennbar an den beiden Bügeln von Typenhebeln, die rechts und links über der Walze hängen und von oben auf sie herabschlagen. Erfunden hat sie Thomas Oliver, ein methodistischer Pfarrer, der in den 1880er Jahren in Iowa arbeitete; sein erstes Patent wurde 1891 erteilt, ein zweites folgte 1894. Die Firma entstand 1896 in Chicago, gebaut wurde in Woodstock in Illinois, rund sechzig Meilen nordwestlich. Made in Chicago führt eine Bedienungsanleitung für den No. 3 von etwa 1900 an; olivgrüner Lack wurde bei ihm zum Standard, der Sockel ist dicker als beim No. 2. Beworben wurde die Maschine mit fünf Eigenschaften: Einfachheit, Haltbarkeit, Schnelligkeit, Durchschlagkraft und sichtbare Schrift. 1900 arbeiteten in Woodstock etwa dreihundert Menschen, 1903 war das Fabrikziel rund hundert Maschinen je zehn Arbeitsstunden.
Was daran neu war
Die erste Maschine mit sichtbarer Schrift war die Oliver nicht: Nach der Festschrift von 1923 erschien die erste Typenhebelmaschine mit sichtbarer Schrift, die Horton, schon 1883. Neu war ihr eigener Weg dorthin. Remington schlug von unten gegen die Walze, die Schrift lag verdeckt; Underwood schlug von vorn. Olivers Typenhebel hingen in zwei Bügeln seitlich und fielen von oben herab. Das ergibt einen harten, geraden Schlag - gut für Durchschläge und Matrizen, weswegen die Firma gerade mit "Durchschlagkraft" warb - und es genügten drei Tastenreihen. Der Widerhaken: Genau der Schlag von oben, der die Maschine verkaufte, legte ihre Bauform fest: Eine vierte Tastenreihe, wie sie zum Standard wurde, hätte noch höhere Bügel und noch mehr Gewicht verlangt. Mitte der 1920er Jahre war Schluss: Ein britischer Geschäftsmann kaufte 1927 die Firma und ihre Bestände für fünfundvierzigtausend Pfund.

Was die Quellen offenlassen: Zum No. 3 selbst ist wenig belegt: Museo Nicolis datiert ihn auf 1900, Made in Chicago nennt eine Bedienungsanleitung von etwa 1900, das Planjahr 1901 ist nicht bestätigt. Preis und Stückzahlen des Modells fehlen; die genannten Zahlen gelten der Firma. Zum Ende: Nach Made in Chicago stand die Fabrik 1926 still und wurde 1927 verkauft, The Antikey Chop nennt 1928. Made in Chicago nennt die Oliver "the first visible writer".

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