1894 · Workman's Time Recorder · Werk 532 von 1.871
An oak case mounted on a brick factory wall with a plain round clock face above and a narrow card slot beneath, a rack of cards in numbered pockets on either side, one card half inserted in the slot, a card ruled into columns with small stamped smudges of ink down the rows, a brass lever on the side of the case, a high window on the left letting cold daylight across the oak, an electric bulb in a tin shade hanging on a cord above, a coat rack and a plain timekeeper's desk beside the wall, the passage continuing into shadow with dark unlit figures moving at its far end.
Wofür es benutzt wurde
Der Time Recorder war die Stempeluhr am Fabriktor: ein Uhrwerk, das die Ankunft und den Weggang jedes Arbeiters druckte, statt dass ein Zeitnehmer sie aufschrieb. Willard Bundy nennt den Zweck in seiner 1887 eingereichten, 1888 erteilten Patentschrift selbst - die Beschäftigten zum Eintrag zu zwingen und die Kosten für Wächter und Zeitnehmer zu sparen. In der Appleton Woolen Mill in Wisconsin stand nach Angabe der Wisconsin Historical Society ab etwa 1894 ein Dey Time Recorder: die Beschäftigten stellten einen Zeiger auf ihre Nummer und drückten einen Stift in das Führungsloch, worauf die Zeit neben ihrem Namen auf eine Papierrolle im Gehäuse gedruckt wurde. In der Otis-Mühle in Jay, Maine, steckte man um 1910 eine Karte mit dem eigenen Namen in einen Schlitz und drückte einen Hebel; am Ende der Woche rechnete der Lohnbuchhalter aus diesen Karten Stunden und Lohn.
Was daran neu war
Neu war 1894 nicht die Uhr, sondern die Karte. IBM führt in seiner eigenen Firmengeschichte drei Erfindungen auf: den Bundy Key Recorder (1888), den Dial Recorder (1888) und den 1894 patentierten Rochester Recorder von Daniel M. Cooper, den IBM als erstes kartenbasiertes System zur Anwesenheitserfassung bezeichnet. Der Unterschied ist handgreiflich: vorher lief der Eintrag auf ein Band oder Blatt im Gehäuse, danach hatte jeder Arbeiter seine eigene Karte, und der Lohnbuchhalter rechnete aus diesen Karten. Allein war Cooper nicht. Alexander Dey in Glasgow patentierte 1888 den Zifferblattschreiber, Frank Brook baute 1889 seinen ersten Apparat, und 1894 gründete Edward G. Watkins die Simplex Time Recorder Company um seinen Knopfschreiber - eben jene Firma, an die IBM das Geschäft später abgab: 1958 machte die Time Equipment Division weniger als drei Prozent des Umsatzes aus und ging an Simplex.
Was die Quellen offenlassen: Coopers Patentnummer war nicht zu finden; IBM nennt nur das Jahr. Für keinen Hersteller ließ sich eine Verkaufs- oder Installationszahl belegen. Eine Sammlerseite (workclocks.co.uk) nennt nach einem Foto den 10. Dezember 1878 als möglicherweise erstes Bundy-Patentdatum; gefolgt wird der Patentschrift (Anmeldung 1887, Erteilung 1888) und IBM. Die Wisconsin Historical Society schreibt selbst "etwa 1894".