The Addressograph

1893 · Embossed Plate Addressing · Werk 540 von 1.871

The Addressograph, 1893, Embossed Plate Addressing

A machine fed from a magazine of small embossed metal plates stacked in a column, each plate carrying raised rows of tiny embossed type, a lever arm at the side, a printed envelope emerging on a tray below with a smudged block of address type, a long wooden drawer of plates standing open on the bench beside it, the plates ranked on edge in the drawer, the bench beneath a tall window on the left, an electric bulb in a green glass shade hanging above, a pile of plain envelopes and a wire tray beside it, flat desks and a card-index cabinet running back into the dim office with dark unlit figures at the far desks.

Wofür es benutzt wurde
Die Addressograph war eine Adressiermaschine. Joseph S. Duncan, damals in Sioux City, Iowa, meldete sie am 2. August 1893 an; das Patent 558.936 wurde am 28. April 1896 erteilt und auf die Addressograph Company in Chicago übertragen. Die Schrift beschreibt eine endlose Typenkette aus gelenkig verbundenen Plättchen, die über einer schrittweise umlaufenden Trommel hängt; bei jedem Hub drückt eine Druckplatte den Briefumschlag, die Postkarte "oder eine andere Fläche" nach unten, bis das Plättchen darunter ihn durch eine Öffnung berührt. Die Typen setzte Duncan am liebsten aus Gummi ein. Ein belegter Benutzer: eine Graphotype-Addressograph von etwa 1920 im London Museum stanzte Angaben in Aluminiumstreifen, die dann als Druckplatten für Umschläge dienten, und stand in ihrer Dienstzeit bei der Paddington Chamber of Commerce. Die Preisliste von 1924 reicht von 37,50 Dollar für eine Handmaschine mit etwa 1.000 Adressen in der Stunde bis 1.500 Dollar für eine elektrische mit Selbsteinzug und 9.600 Adressen.
Was daran neu war
Die Liste wurde ein Gegenstand, den man ändern konnte - doch die Kette abnehmbarer Typenplatten über einer Trommel setzt Duncan schon voraus: er beschreibt Verbesserungen an solchen Adressiermaschinen. Sein erster Anspruch lautet: ein endloses Typenband aus gelenkigen Plättchen, an einer einzigen Trommel aufgehängt, die schrittweise umläuft. Die Beschreibung zieht die Folgerung - wird ein Name hinfällig, nimmt man das Plättchen aus dem Glied und setzt ein anderes ein; schrumpft die Liste, entfernt man leere Glieder; wird sie zu lang, teilt man sie in mehrere Bänder, die sich aufrollen und auf kleinem Raum weghängen lassen. Auf die Typen selbst erhob er keinen Anspruch: er habe sie nicht gezeichnet, weil ein ähnlicher Gebrauch von Typen eine alte Sache sei. Der Widerhaken liegt darin, wofür die Platte später stand. Im Zweiten Weltkrieg war die Addressograph-Multigraph Corporation Hauptlieferant der Präge- und Druckmaschinen für die Erkennungsmarken der US-Armee; Graphotype-Prägemaschinen gingen ohne Anforderung an die Aufnahmelager und an die Machine Record Units, und ein Handprägegerät Modell 70 druckte die Marke wieder auf die Papiere des Sanitätsdienstes. Aus dem Plättchen, das man aus der Adressliste nehmen konnte, war der Mann geworden.

Was die Quellen offenlassen: Der oft erzählte sechseckige Holzklotz ist unbelegt; eine im Early Office Museum ohne Autor zitierte Darstellung spricht nur von Gummitypen, auf einen Holzklotz geklebt. Eine Patentnummer für die Graphotype war nicht zu finden. Versicherungen nennt das Early Office Museum nur allgemein als Nutzer von Adressiermaschinen; Versorgungsbetriebe und Volkszählungen nennt keine Quelle. Das Rundschreiben Nr. 151 datiert die Quelle auf den 3. und auf den 12. Dezember 1940; es bleibt weg.

Zum Weiterlesen