The Gestetner Cyclostyle

1894 · Rotary Duplicator · Werk 541 von 1.871

The Gestetner Cyclostyle, 1894, Rotary Duplicator

A rotary duplicator with a cylindrical ink drum, a hand crank on the right, a feed tray of blank paper above and a delivery tray of printed sheets below, the stencil on the drum worn through at one corner, the frame cast iron on a wooden base, an ink tin with its lid off, the machine on a bench beside a tall window on the left, an electric bulb in a green glass shade hanging above, a slant-top desk and a pigeonhole cabinet behind, the office running into shadow with dark unlit figures at the far desks.

Wofür es benutzt wurde
David Gestetner, 1854 in Csorna in Ungarn geboren und 1939 gestorben, baute in London einen Vervielfältiger für das Kontor. Das Kernstück ist der Cyclostyle-Stift: ein Griffel mit einem kleinen gezahnten Rädchen, der über ein einseitig mit Paraffinwachs bestrichenes Dünnpapier geführt wird, das über eine glatte Metallplatte gespannt ist. Das Rädchen stanzt eine Reihe winziger Schnitte - eine Schablone, durch die dann Farbe gedrückt wird. Die Science Museum Group datiert den Apparat auf 1880 und das Patent auf 1881. Luis Nadeau notiert, das Verfahren sei 1884 in Amerika erhältlich geworden und auch für die Vervielfältigung von Noten benutzt worden. Für den Automatic Cyclostyle nennt ein Jahresbericht der Royal Cornwall Polytechnic Society von 1894 die Leistung, die behauptet wurde: eine Einfärbung der mittleren Walze reiche für 100 bis 200 Abzüge, und aus einer Schablone seien 2.000 Kopien zu machen.
Was daran neu war
Den Unterschied zu Edisons elektrischem Stift nennt das Early Office Museum in einem Satz: das Rädchen brauchte keine Batterie und machte bessere Schablonen. Erster war Gestetner damit nicht. Eugenio de Zuccatos Trypograph, nach Nadeau seit den frühen 1880er Jahren im Handel, erreichte dasselbe auf anderem Weg - das Papier wurde über eine Platte mit zahllosen scharfen Riffeln gespannt und von unten durchstoßen. 1893 schlossen Gestetner und Albert Blake Dick gegenseitige Geschäftsvereinbarungen über Herstellung und Vertrieb von Schablonengeräten in Großbritannien und Amerika. Seine eigene Erfindung überholte Gestetner selbst: 1888 ersetzte der Neo-Cyclostyle den Stift von 1881, der seinen Namen gemacht hatte. Auf dem Rotary Cyclostyle No. 6 von 1902 steht, wie die Science Museum Group den Aufdruck abschreibt, jedes Blatt Rotary-Cyclostyle-Papier und jede Farbtube müsse seine Unterschrift tragen, "D. Gestetner". Für seine Schreibmaschinenschablonen importierte Gestetner nach Nadeau japanisches Yoshino-Papier, das in den 1930er Jahren durch maschinengemachtes ersetzt wurde.

Was die Quellen offenlassen: Für 1894 fand sich kein Patent und keine Firmenurkunde. Das Early Office Museum gibt 1894 als Jahr an, in dem Gestetner die erste "automatische" Schablonenpresse einführte; Nadeau datiert das zugehörige Patent auf 1891, und die Science Museum Group führt ein Stück als "um 1893". 1894 ist also ein von einer Quelle behauptetes Markteinführungsjahr, kein Patentjahr. Ein Zitat Gestetners aus einer Erstveröffentlichung war nicht zu finden.

Zum Weiterlesen