The Dictaphone Shaving Machine

1907 · Cylinder Reconditioning · Werk 556 von 1.871

The Dictaphone Shaving Machine, 1907, Cylinder Reconditioning

A small lathe-like machine on a bench that pares a used wax cylinder back to a clean surface, a cutting blade held against the turning cylinder, fine wax shavings gathered in a tin tray beneath, a reconditioned cylinder standing beside a used one, the used one dull and scored, the fresh one smooth and pale, a hand wheel and a belt drive at the side, the bench beneath a tall window on the left, an electric bulb in a green glass shade hanging above, a rack of cylinders in cardboard tubes behind, the office reaching into shadow with dark unlit figures at the far desks.

Wofür es benutzt wurde
Die Schleifmaschine war das vierte Gerät eines Diktatsystems: Sie schabte die besprochene Oberfläche einer Wachswalze ab und glättete sie, damit die Walze erneut besprochen werden konnte. Das Computer Museum by System Source beschreibt sie als "the shaving machine that scrapes and smooths the dictation from the wax cylinder so it can be reused" und nennt den Umfang des Systems: Diktiergerät, Walzen, Abschreibmaschine, Schleifmaschine. Nach Angaben dieses Museums ließ sich eine Walze fast 130 Mal abschleifen, und eine Walze trug 1.000 bis 1.200 Wörter. Den Namen Dictaphone ließ die Columbia Graphophone Company 1907 als Marke eintragen; das Computer History Museum verzeichnet sie bei einem erhaltenen Gerät als Herstellerin.
Was daran neu war
Neu war nicht die Wachswalze, sondern dass sie zum Mehrwegteil wurde: Der Träger der Nachricht wurde nicht verbraucht, sondern erneuert, und dasselbe Stück Wachs nahm nach Angabe des Museums rund 130 Diktate hintereinander auf. Der Widerhaken: Dieselbe Maschine, die den Träger rettete, löschte die Aufnahme. Was im Büro blieb, war der getippte Brief und sein Durchschlag; die Stimme, die ihn diktiert hatte, wurde abgeschabt, sobald die Schreibkraft fertig war.

Was die Quellen offenlassen: Die Zahlen 130 und 1.000 bis 1.200 Wörter nennt allein das Computer Museum by System Source; eine zweite Bestätigung wurde nicht gefunden. Das dort beschriebene Gerät ist ein Modell Cameo der 1920er Jahre, 1929 patentiert, also jünger als die Marke von 1907. Wer das Abschleifen zuerst im Büro einführte — Edisons Seite oder Columbia —, geht aus den Quellen nicht hervor; die Library of Congress zeigt die Schleifmaschine erst im Edison-System des Films von 1910.

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