Falcon's Card Chain

1728 · Laced Cards · Werk 562 von 1.871

Falcon's Card Chain, 1728, Laced Cards

Rectangular pasteboard cards laced edge to edge with cord into a continuous belt, each card pierced with round holes in a different scattered pattern, the lacing threaded through small holes along the card edges, the chain hanging in a slack loop from the loom head down to the floorboards, the cards a buff brown against the dark timber of the loom, a weaver's workshop with daylight from a tall window on one side, the loom frame and harness cords behind the card chain softly blurred.

Wofür es benutzt wurde
Falcons Kartenkette war der Musterspeicher eines Seidenwebstuhls: aneinandergebundene Lochkarten, die endlos über ein vierkantiges Prisma liefen. Jean-Baptiste Falcon arbeitete als Gehilfe von Basile Bouchon, der 1725 ein gelochtes Papierband für denselben Zweck benutzt hatte. Die Karten steuerten das hintere Geschirr des Webstuhls: Wo ein Loch war, ging eine waagerechte Nadel durch, wo keines war, wurde sie zurückgeschoben, und damit entschied die Karte, welche Kettfäden sich hoben. Abgenommen war dem Betrieb damit nur das Merken des Musters. Das Science Museum hält fest: "A draw boy was still required to present the cards to the assembly of horizontal wires." Der Zugjunge blieb an der Maschine; er drückte jetzt Karten an die Nadeln, statt Schnüre zu ziehen.
Was daran neu war
Neu war, dass das Muster in einzelne, austauschbare Karten zerfiel statt in ein durchgehendes Band. Bouchons Papierband wirkte auf eine einzige Nadelreihe (Bell 1895). Falcon reihte stattdessen Karten zu einer endlosen Kette und setzte seine Nadeln in mehrere Reihen übereinander, wodurch mehr Nadeln auf gleicher Breite Platz hatten (T. F. Bell, 1895). Das Science Museum nennt den Webstuhl "the first machine of any kind to be controlled by punch cards"; Alfred Barlow referiert 1878 dieselbe Entwicklungsreihe: Falcon habe eine Kartenkette an die Stelle des Papierbands "substituted", der Plan sei aber erst mit Jacquard in die Praxis gekommen.

Was die Quellen offenlassen: Maße und Lochzahl der Falcon-Karten und die Zahl seiner Nadeln sind nicht belegt; Bell nennt für das Pariser Modell nur vier Nadelreihen. Die Datierung 1728 geht auf eine Modellreihe zurück, die der Lyoner Professor Marin 1855 auf der Pariser Ausstellung zeigte. Auch der Vorname ist strittig: Grace's Guide verweist auf ein Saalschild "Jean Philippe Falcon".

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausBouchon's Punched Tape1725Jean-Baptiste Falcon war Bouchons Gehilfe. 1728 ersetzte er die perforierte Papierrolle von 1725 durch aneinandergebundene Lochkarten, eine endlose Kette. Noch musste ein Zieher die Karten an die Reihe waagerechter Drähte heranführen.Beleg: Science Museum Group: Model of Falcon's loom, 1728 · Mingei Project: Story of the Jacquard invention

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