The Verifier

1930 · Key Verification · Werk 576 von 1.871

The Verifier, 1930, Key Verification

A machine built to the pattern of a key punch, a card bed and a keyboard before it, a second operator's hands retyping the same data so that the keys sense the holes already punched, a small notch cut in the card's end where the two agree, a stiff buff card with one corner cut, ruled into columns with the digits 0 to 9 printed down each column, rectangular holes punched in a scattered pattern, the card and the operator's hands close to the lens, the keyboard and mechanism behind in soft focus, a punch room lit by pendant lamps.

Wofür es benutzt wurde
Die Prüfmaschine war das Gegenstück zum Kartenlocher: Sie lochte nicht, sie verglich. Eine zweite Kraft tippte dieselben Angaben aus dem Bogen noch einmal ein, legte die bereits gelochte Karte ein, und die Maschine prüfte Spalte für Spalte, ob Tastenanschlag und Loch übereinstimmten. Bei dem Gerät, das das Smithsonian auf etwa 1935 datiert, rückte die Karte bei Übereinstimmung um eine Stelle nach links; stimmte es nicht, blieb sie stehen, und ein Anschlag der Blindtaste schnitt ein Loch am Fuß der fehlerhaften Spalte. Die so markierte Karte ging zurück an einen Locher und wurde neu getippt. Geprüft wurde nicht alles: Für den Agrarzensus von 1920 verzeichnet Truesdell 488 Locher, aber nur 47 Prüfmaschinen.
Was daran neu war
Neu war, dass die Gegenprobe aus dem Bogen ohne zweite Karte auskam. Vorher lochte eine zweite Kraft eine vollständige Prüfkarte, legte sie über die erste und hielt beide gegen das Licht; stimmten die Löcher, wurde die Prüfkarte vernichtet. James Powers beschreibt dieses Verfahren 1914 in seinem Patent 1.203.263 und setzt an seine Stelle eine Maschine, in der die Karte "can be immediately checked as to the correctness of its perforations" - und die damit die Prüfkarte, ihr Lochen und ihren Verlust einspart. Die Lösungen gingen dabei weit auseinander: Bei Powers verriet Licht durch ein falsches Loch den Fehler, bei Remington Rand suchte ab 1932 eine Maschine das nicht aufgeweitete runde Loch und schob eine Signalkarte ein, bei IBM sperrte die Tastatur und eine Lampe ging an.

Was die Quellen offenlassen: Ein "IBM Type 55 Verifier" von 1930 ließ sich nicht belegen. Die Typenliste von Columbia University führt als IBM-Prüfmaschinen die 056 von 1949 und die 059 von 1964; die IBM-Handbücher nennen den Typ 56; das Smithsonian datiert sein Gerät auf etwa 1935 und den Produkteinstieg auf "around 1917". Akkordlöhne der Locherinnen fehlen; zu Fehlern nennt Truesdell nur 1920: Die maschinelle Prüfung wies fast 17 Millionen Karten (16 Prozent) ab, etwa 8 Millionen wurden neu gelocht.

Zum Weiterlesen