The Card Stock Room

1940 · Card Supply · Werk 577 von 1.871

The Card Stock Room, 1940, Card Supply

Shelves of sealed boxes of blank cards from floor to ceiling, the boxes in plain brown card with plain labels, a few boxes open showing the buff card edges, a humidity gauge on the wall and a thermometer beside it, the nearest box and its stack of fresh cards close to the lens, the shelving receding into soft blur, a storeroom lit by a single pendant lamp, a concrete floor, the cards warm buff against grey steel shelving.

Wofür es benutzt wurde
Das Kartenlager war der Raum, in dem eine Lochkartenabteilung ihren Papiervorrat hielt. IBM lieferte die Karten in Kisten zu 2.000 oder 10.000 Stück; die großen kamen in feuchtigkeitsdichter Wellpappe, die kleinen in Holzkisten gegen Aufpreis, die in vielen Anlagen gleich als Kartenkasten weiterdienten. Der Aufwand galt dem Papier selbst. IBM schrieb 1936, wechselnde Luftverhältnisse ließen Papier quellen oder sich wellen, je nach Zusammensetzung und Herstellung. Darum durfte eine Karte von ihrer Solldicke von 0,0065 Zoll nur um 0,0005 Zoll abweichen und von der Sollbreite von 3,25 Zoll nur um -0,003 bis +0,007 Zoll. Im Werk lagerten die Papierrollen mehrere Monate, bevor sie zu Karten wurden. IBM hielt nach eigener Darstellung einen Vorrat für mehr als drei Monate Kartenbedarf und druckte an zwei weit auseinanderliegenden Orten, Washington und Endicott, damit Feuer oder Hochwasser nicht die ganze Versorgung treffen konnten.
Was daran neu war
Neu war nicht die Karte, sondern wie genau sie hergestellt wurde. IBM prüfte jede Papierlieferung im Labor auf zehn Eigenschaften, darunter Faserbild, Dicke, Berstdruck, Falzzahl, Leimung und die Steifigkeit, die das Handbuch "card effect" nennt. Vor dem Schneiden lief die Papierbahn durch einen Fleckensucher: Bürsten mit höherer Spannung, als die Buchungsmaschinen führten, tasteten jede Stelle der Bahn ab, und eine Streichbürste markierte eine Fehlstelle auf etwa 16 Zoll Länge. Der Grund war, dass ein Kohle- oder Schleimpunkt im Papier einen Stromkreis schließen konnte, den nur ein Loch schließen sollte. Diese Sorgfalt trug ein Geschäft. Der Supreme Court hielt 1936 fest, IBM verkaufe drei Milliarden Karten im Jahr, 81 Prozent des Marktes, und habe in den zehn Jahren zuvor im Schnitt 3.192.700 Dollar im Jahr mit Karten eingenommen gegenüber 9.710.389 Dollar mit Maschinen. Am 27. April 1936 erklärte das Gericht die Mietklausel, die Kunden auf IBM-Karten festlegte, für rechtswidrig.

Was die Quellen offenlassen: Die oft genannte Kartendicke von 0,007 Zoll ist in den hier verwendeten Quellen nicht belegt; IBM selbst gibt 1936 0,0065 Zoll an. Eine Jahresproduktion für die 1940er Jahre wurde nicht gefunden; belegt sind drei Milliarden Karten im Jahr (Supreme Court 1936) und 32 Pressen in Endicott mit fünf bis zehn Millionen Karten je Tag im Jahr 1937 (IBM-Archiv). Was IBM nach dem Urteil tat, ist hier nicht belegt.

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