The Machine Room Floor

1940 · Tabulating Installation · Werk 586 von 1.871

The Machine Room Floor, 1940, Tabulating Installation

A room of sorters, tabulators and punches, cable troughs running beneath metal floor grilles, trolleys of card trays parked between the machines, a wall clock and a job board by the door, a tray of cards on the nearest trolley close to the lens, the cards with one corner cut and rectangular holes punched in a scattered pattern, the machines in black and grey enamel receding into soft focus, their card hoppers and stackers loaded, pendant lamps along the ceiling, the cards buff against the grey enamel and the dark floor.

Wofür es benutzt wurde
Der Maschinensaal war der Raum, in dem die Lochkartenarbeit eines Betriebs zusammenlief: Locher, Sortierer, Tabelliermaschinen, Kartenschränke. Wie er aussehen sollte, empfahl IBM 1936. Er solle gut beleuchtet und gut belüftet sein und um jede Maschine genug Platz für Bedienung und Wartung lassen. Mehrere Locherinnen bekamen möglichst einen eigenen Raum, damit außer der laufenden Arbeit keine Karten in den Sortier- und Tabellierraum gelangten. Sortierer stellte man parallel einander gegenüber oder im U auf, damit eine Person mehrere bedienen konnte; zwei einander gegenüberstehende Tabelliermaschinen galten als Einheit für einen Menschen. Dazu kamen Kartenschränke mit etwa zwanzig Schubladen für zusammen rund 60.000 bis 70.000 Karten.
Was daran neu war
Bemerkenswert ist, dass ein Büroraum nach dem Takt von Maschinen geordnet wurde und dass die Ordnung von der Firma kam, die die Maschinen vermietete. IBM lieferte dazu ein Schaubild des Arbeitsablaufs der Abteilung, von der Codierkraft über die Locherin und die erste Locherin zum Maschinenbediener, der zugleich Abteilungsleiter war, bis hinauf zum Bürovorsteher. Wie groß das wurde, zeigt eine Zahl: Ende 1943 hatte IBM nach Bashe und anderen 10.000 Tabelliermaschinen vermietet; für die Volkszählung von 1940 mussten nach Angabe des Census Bureau 175,6 Millionen Lochkarten von Hand aus den Erhebungsbögen übertragen werden. Der Widerhaken steht bei Thomas Haigh: Der Tabellierraum sei ein lauter, stickiger Ort gewesen, oft in den Keller oder sonst aus dem Weg gelegt. Der Raum, in dem die Zahlen des Betriebs entstanden, war der, den man nicht zeigte.

Was die Quellen offenlassen: Lärmwerte in Dezibel, Flächenlasten und Mietpreise für 1940 wurden nicht gefunden; Haighs Beschreibung ist qualitativ. Seine Zahlen zur Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen stammen aus einer Erhebung in Oklahoma City von 1958 und gelten nicht für 1940. Die Zahl von 10.000 vermieteten Tabelliermaschinen gibt die Columbia University nach Bashe u. a. (1985) wieder; das Buch wurde nicht eingesehen.

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