The Plugboard

1935 · Control Panel · Werk 582 von 1.871

The Plugboard, 1935, Control Panel

A removable control panel drilled with a grid of hundreds of small sockets, short patch cords looped between them in a dense tangle, the cord tips in brass, the cords in black and brown cloth insulation, a plain paper tag tied to one corner with string, the panel propped against the machine it fits, the sockets and cords close to the lens, the machine frame behind in soft focus, a machine room lit by pendant lamps, brass warm against grey enamel.

Wofür es benutzt wurde
Die Schalttafel war das Programm einer Lochkartenmaschine: eine herausnehmbare Platte voller Buchsen, hubs genannt, zwischen die man Drähte steckte. Die Verdrahtung legte fest, welche Kartenspalten gelesen wurden, in welches Zählwerk sie liefen und an welcher Stelle gedruckt oder gelocht wurde. Wie das aussah, zeigt IBMs Handbuch von 1936 am Interpreter Type 550: zwei Buchsenreihen, eine für die Spalten der Karte, eine für die 45 Typenhebel. Wer sie verband, bestimmte, welche 45 Spalten in welcher Reihenfolge über den Kartenkopf gedruckt wurden. Eine fertig verdrahtete Tafel ließ sich in kurzer Zeit wechseln; aus der Lohnmaschine wurde die Lagermaschine.
Was daran neu war
Neu war nicht die Verdrahtung, sondern dass man sie herausnehmen konnte. Nach Martin Campbell-Kelly hatten Holleriths Tabelliermaschinen schon in den Verbesserungen von 1905 bis 1907 eine Schalttafel, die ein rascheres Umstellen erlaubte als das frühere Umverdrahten der Maschine. Wirklich schnell war aber erst die connection-box der konkurrierenden Powers-Maschine, die nach Campbell-Kelly eine Umstellung in Sekunden erlaubte, während die C-T-R-Maschine deutlich länger brauchte. Der Preis der Lösung: Jede Maschinenart hatte ihre eigene Tafel, ein Programm war also nicht übertragbar, und es war kein Text, sondern ein Bündel Drähte. Rechenkurse druckten später Tafelvorlagen auf Wandtafeln, damit man Programme mit Kreide entwerfen konnte.

Was die Quellen offenlassen: Die Datierung widerspricht sich innerhalb einer Quelle: Die Columbia University nennt auf ihrer Tabellierer-Seite den Type 3-S von 1925 als erstes Modell mit herausnehmbarer Schalttafel, auf ihrer Schalttafel-Seite dagegen 1928 als Beginn. Ein Beleg für 1935 wurde nicht gefunden; in IBMs Handbuch von 1935/36 ist die Schalttafel bereits Standard. Eine Zahl der Buchsen je Tafel wurde nicht gefunden.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitIBM 285 Electric Tabulator1933Der Tabulator kennt von sich aus keine Aufgabe. Erst das Steckbrett sagt ihm, welche Spalte wohin gehört: "Users wired plugboards to specify exactly which card columns were to be read or punched." Columbia zeigt das Brett seines eigenen Typ 285 von 1933 und nennt es "relatively simple".Beleg: Plugboards - Columbia University Computing History · IBM 285 Electric Tabulator - Columbia University Computing History

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