The Flying Head

1956 · Air Bearing · Werk 616 von 1.871

The Flying Head, 1956, Air Bearing

A small magnetic head riding on a cushion of air a fraction of a hair above a spinning disk platter, seen exactly edge on, the gap between head and platter a thin bright line, a single fine dust particle sitting on the platter surface further out and dwarfed by the head, the platter surface brown magnetic oxide with a mirror-like polish, the head block of plain metal with a hair-thin air outlet, extreme close-up so the head and the sliver of gap fill the frame, a single soft light from behind shining through the gap, the platter surface fading into pure black.

Wofür es benutzt wurde
Der Kopf der IBM 350 berührte die Platte nicht, sondern schwebte auf einem Luftpolster. Hoagland nennt ihn einen sinnreich entworfenen, druckluftgespeisten Gleitschuh; die Luft kam aus einem eigenen Verdichter, der 441 Pfund wog. Nach Darstellung des Computer History Museum hielt dieses Polster den Kopf rund 800 Millionstel Zoll über der Oberfläche. Das war die Bedingung dafür, dass derselbe Kopf immer wieder über dieselbe Spur fahren konnte, ohne den Lack abzutragen - bei 1200 Umdrehungen in der Minute und einer Scheibe von 24 Zoll legt ein Punkt am Scheibenrand rund 86 Meilen in der Stunde zurück.
Was daran neu war
Der Kopf von 1956 flog nicht, er wurde getragen. Die Luft kam von außen aus einem Verdichter; ein Gleitschuh, der sich sein Polster aus der mitgerissenen Luft selbst erzeugt, setzte sich erst mit der IBM 1301 durch. Die war 1961 angekündigt, 1962 ausgeliefert, verzichtete auf die Druckluftanlage und verringerte den mittleren Abstand von 800 auf 250 Millionstel Zoll - erst dadurch wurde die Spur enger und die Platte dichter. Der Gedanke selbst ist älter als beides: Jake Hagopian beschrieb ihn nach Darstellung des Computer History Museum 1954, sein Patent wurde am 14. Mai 1956 angemeldet und am 31. Oktober 1961 erteilt. "Flying head" und "1956" treffen also nur zusammen, wenn man das Anmeldedatum meint, nicht das Gerät.

Was die Quellen offenlassen: Die Zahl 800 Millionstel Zoll steht beim Computer History Museum; Hoagland nennt an dieser Stelle eine Zahl, deren Einheit im abgerufenen Text unleserlich ist, und wird deshalb hier nicht für den Abstand angeführt. Die Umfangsgeschwindigkeit ist aus 24 Zoll und 1200 Umdrehungen gerechnet, keine Quellenangabe. Fliegende Köpfe vor der 1301 nennt das Museum bei der Stretch-Platte 353 und bei Bryant; Hoagland gibt der Stretch-Platte Druckluftköpfe.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitIBM 350 Disk Stack1956Der Kopf berührt die Platte nie: "The spacing of the heads from the disk is maintained by an air bearing", gespeist aus feinen Luftdüsen in einem Ringkanal um die Magnetelemente, bei einem Abstand von einem Tausendstel Zoll. Im Stapel aus 50 Platten mit 1200 Umdrehungen je Minute gilt deshalb: "there is never physical contact between the heads and the magnetic coating".Beleg: Noyes & Dickinson, The Random-Access Memory Accounting Machine. II. The Magnetic-Disk, Random-Access Memory, IBM Journal of Research and Development 1957 (ETHW)

Zum Weiterlesen