UNISERVO

1951 · Metal Tape Drive · Werk 627 von 1.871

UNISERVO, 1951, Metal Tape Drive

A tape drive handling a thin nickel-plated bronze tape, the metal ribbon bright and stiff and catching light like a blade, a heavy reel of it standing on the spindle, the tape running over plain metal guides and past the head block, the housing of desaturated grey steel, seen close so the reel and the bright metal ribbon fill the frame, a single soft light from behind the ribbon flashing along its polished edge, warm metal against grey, the drive alone against pure black.

Wofür es benutzt wurde
Der UNISERVO war das Bandlaufwerk des UNIVAC I. Zehn dieser Laufwerke waren die übliche Ausstattung einer Anlage. Das Band war kein Kunststoff, sondern Metall: Phosphorbronze mit einer Kobalt-Nickel-Auflage, etwa einen halben Zoll breit. Die Zeichendichte war auf 20, 50, 100 oder 128 Zeichen je Zoll einstellbar, geschrieben wurde bei 100 Zoll je Sekunde, und die Sätze auf dem Band hatten die feste Länge von 60 Wörtern. Der UNIVAC I selbst arbeitete mit 5.200 Röhren. Das erste Gerät ging Anfang 1951 an das Bureau of the Census; bis 1957 waren nach dem Smithsonian 46 Anlagen aufgestellt.
Was daran neu war
Neu war nicht das magnetische Aufzeichnen, sondern der Platz des Bandes in einer Rechenanlage: Das Rhode Island Computer Museum nennt den UNISERVO das erste Magnetbandlaufwerk, das mit einem kommerziellen Rechner verkauft wurde. Damit fiel die Lochkarte als Maß. Ein Satz war nicht mehr auf 80 Zeichen begrenzt, und dieselbe Datenmenge sollte nach dem Computermuseum der Universität von Amsterdam weniger als ein Prozent des Raumes brauchen. Der Widerhaken liegt in der Materialwahl. Das Kunststoffband des BINAC hatte sich als unzuverlässig erwiesen, deshalb wurde Metall genommen, und die Metallaufwerke konnten die Kunststoffbänder nicht verarbeiten, die wenige Jahre später zum Industriestandard wurden.

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